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Ökostrom Studie 2011

Die Menge an Ökostromabschlüssen in den meisten der 113 größten Städte Deutschlands hat sich seit dem Atomdesaster im japanischen Fukushima verdoppelt. Dies ergab eine umfangreiche Untersuchung durch das Strom-Vergleichsportal www.preisvergleich.de. Grundlage der Studie waren 60.362 stichprobenartig ausgewählte Stromabschlüsse, die online auf preisvergleich.de erfolgten. Durch die hohe Anzahl der ausgewerteten Stromverträge kann von einer genügenden Repräsentativität ausgegangen werden.

Doch nicht nur die Art der abgeschlossenen Stromverträge wurde bei der Untersuchung berücksichtigt. Zum ersten Mal wurde auch das Wahlverhalten innerhalb der deutschen Städte in Bezug zu den Stromabschlüssen gestellt. Die provokante Ausgangsfrage lautete: In welcher deutschen Stadt gibt es die „öko-heuchlerischsten Wähler? Dem Ergebnis zufolge gab es zumindest vor Fukushima die meisten von ihnen unter anderem in Berlin. 13,1% wählten hier vor der japanischen Atomkatastrophe Bündnis 90/Die Grünen, wohingegen sich nur 9% der untersuchten Haushalte mit Ökostrom versorgen ließen. Nach dem Unglück in Japan änderte sich das: Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 18.09.2011 erhielten die Grünen 17,6% aller Stimmen, ganze 41% der Haushalte bezogen seit Fukushima Ökostrom. Damit liegt die Hauptstadt aber immer noch 9% unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Tübingen: Die Grünen feierten mit 33% der Wählerstimmen einen großen Erfolg, doch vor der Reaktorkatastrophe hatten gerade einmal kümmerliche 29% online einen Ökostrom-Vertrag abgeschlossen. Mit dieser Zahl lag Tübingen nur klägliche 3% über dem Durchschnitt der 113 untersuchten Städte. Immerhin 57% der Tübinger entschlossen sich, den Untersuchungen zufolge, nach Fukushima online für einen Ökostrom-Anbieter. Allerdings liegt Tübingen auch mit dieser Zahl nur knapp über dem deutschen Schnitt.

Mehr Schein als Sein – das könnte man auch über die Wählerschaft der Stadt Münster, welche stark von Studenten geprägt ist, sagen. Dort wählten bei der letzten Kommunalwahl zwar 19,4% der Einwohner die Grünen und bescherten der Umwelt-Partei somit ein sehr gutes Ergebnis, doch nur erschreckende 18% entschlossen sich nach Fukushima dazu, Ökostrom zu beziehen. Hier ist sogar ein Rückgang von 37% zu verzeichnen.

Wenigstens was die Lokalwahlen betrifft, hat die Untersuchung ergeben: In Bezug auf das Thema Strom durchzieht ökologisches Verhalten mittlerweile alle Parteien Deutschlands. So ergab die Untersuchung, dass es in den meisten der überprüften Regionen anteilig mehr Ökostromanschlüsse gibt als Grünen-Wähler. Vor allem weil die Grünen die deutsche Atomaustrittspartei überhaupt sind, eignen sich ihre Wähler besonders gut als Barometer ökologischen Strebens und das seit mehr als 30 Jahren, obwohl die CDU den deutschen Ausstieg aus der Atomenergie schlussendlich realisiert hat.

Vergleicht man indes nur die Wahl des Stromtyps vor und nach der Reaktorkatastrophe, lässt sich feststellen, dass sich die schlimmsten Öko-Ignoranten derzeit in Wolfsburg finden und somit ausgerechnet in der Stadt, die mit durchschnittlich 40.341€ über das höchste Pro-Kopf-Einkommen (brutto) Deutschlands verfügt. Dies ist umso erstaunlicher, da der grüne Strom im Vergleich zum normalen Strom für gewöhnlich Mehrkosten von drei bis sechs Prozent verursacht. Waren es vor der japanischen Reaktorkatastrophe schon nur 14% Öko-Tarife, die online von Wolfsburgern abgeschlossen wurden, sank diese Zahl nach dem Unglück sogar auf 10%.

Ökostrom-Abschluss: Top- und Flop-Städte

Mit der Frage, ob eine Stadt zu den Top-, den Mittel- oder den Flop-Ökostädten gehört, machten es sich die Studiendurchführenden von preisvergleich.de nicht leicht. Sie prüften viele verschiedene Rechenvarianten, die zu einer möglichst gerechten Beurteilung der Städte verhelfen sollten, und fanden schließlich einen Schlüssel, der zum einen das Stromabschluss-Verhalten vor dem Atomunglück in Fukushima berücksichtigt und zum anderen das nach dem Atomunfall. Die Städte wurden in drei Gruppen eingeteilt (Top, Mittel und Flop), bei der anschließenden Bewertung unterschieden die Tester dann zwischen Öko-Star-, Öko-Konformen und Öko-Ignoranten Städten.

Karte

Erläuterung: Gibt es eine Änderung im Strom-Abschlussverhalten der Deutschen nach der japanischen Atomkatastrophe in Fukushima? Ergebnis: Ja! Die Anzahl der Ökostromtarife hat sich seither durchschnittlich verdoppelt. Diese Studie nahm diese Entwicklung zum Anlass, die 113 Städte einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und in Kategorien zu unterteilen. Die Städte wurden unterteilt in Top, Mittel, Flop. In die Top-Gruppe kamen all jene Städte, die bereits vor Fukushima um mehr als 10% höhere Ökostrom-Abschlussquoten aufwiesen, als alle anderen Test-Städte. In die Mittel-Gruppe kamen jene Städte, die in der Spannbreite von 10% unter oder 10% über dem Schnitt aller anderen Test-Städte lagen. Die Flop-Städte lagen vor Fukushima alle um mehr als 10% unter dem Durchschnitt der getesteten Städte. Diese Klassifizierungen wurden wiederum als Basis für eine weitergehende Analyse genommen. Hierbei wurde nun das Stromabschluss-Verhalten nach Fukushima berücksichtigt.

Öko-Star: Wer nun in seiner jeweiligen Klasse um mindestens 10% über dem Durchschnitt seiner Gruppe lag (beispielsweise 56% in der Top-Ökoklasse), wurde mit dem Siegel „Öko-Star versehen. Mit dem „Öko-Star wurden auch Städte ausgezeichnet, die selbst bei niedriger Ökostrom-Abschlussquote vor Fukushima nach der Atomkatastrophe einen gewaltigen Öko-Abschluss-Sprung von wenigstens 100% hinlegten. Um den Wert dieser Steigerung hervorzuheben, wurden Städte, die bereits vor Fukushima überdurchschnittlich häufig Ökostrom-Abschlüsse aufwiesen, zusätzlich mit „Gold“ gekürt, entsprechend gab es „Silber“ und „Bronze“ für die „Mittlere“ bzw. die „Flop“-Gruppe. Das gilt aber nur für die Öko-Stars.

Öko-Konform: Wenn aber beispielsweise in der Gruppe „Top-Ökostädte nach Fukushima die Anzahl der Ökostrom-Verträge um durchschnittlich 56% anstiegen, einige Städte der Gruppe jedoch lediglich um +/-10% von diesem Durchschnitt abweichen, erhielten diese das Prädikat „Öko-Konform“.

Öko-Ignoranten: Das gleiche Schema wurde in der Städte-Gruppe Ignoranten angewendet. Wenn also in der Gruppe „Top-Ökostädte nach Fukushima die Anzahl der Ökostrom-Verträge um durchschnittlich 56% anstiegen, einige Städte der Gruppe jedoch um mehr als 10% unter diesem Durchschnitt liegen, erhielten sie das Prädikat „Öko-Ignoranten“. Städte, die eigentlich dieser Kategorie zuzuordnen wären, wie München, konnten diesem negativen Label entgehen. Voraussetzung war hierfür, dass sie zumindest nach Fukushima einen solch starken Anstieg von mindestens 50% an Ökostrom-Abschlüssen aufweisen, dass die Gesamtbewertung
letztlich doch als „Öko-Konform vorgenommen wurde. Das gilt auch für Städte, die nach Fukushima eine Gesamt-Abschlussquote an Ökostrom von mindestens 40% aufweisen. ]

Die Top-Städte in Sachen Ökostrom

Zur Top-Öko-Gruppe gehören alle Städte, in denen die Ökostrom-Abschlussquoten schon vor dem Fukushima-Unglück um mehr als 10 % höher lagen als in den anderen untersuchten Städten. Den Spitzenplatz unter Deutschlands Top-Ökostrom-Städten belegt Baden-Baden. Schon vor der Reaktorkatastrophe lag die Quote der Ökostrom-Abschlüsse in der baden-württembergischen Stadt bei ausgezeichneten 31%. Nach den einschneidenden Ereignissen in Japan schlossen satte 182% mehr Baden-Badener einen Ökostrom-Vertrag im Internet ab, wodurch die Ökostrom-Abschlussquote auf den Spitzenwert von 88% anstieg. Dieses Umweltbewusstsein spiegelt sich auch in den lokalen Wahlen wider, denn dort erreichten die Grünen 18,1%.

Platz zwei der Top-Öko-Städte belegte Saarbrücken. In der Stadt, die früher zu den wichtigsten deutschen Bergbaugebieten zählte, schlossen nach dem Super-GAU 152% mehr Menschen online einen Ökostrom-Vertrag ab. Somit stieg die Quote hier von ursprünglich 29% auf beachtliche 73%. Platz drei konnte sich die baden-württembergische Stadt Ludwigsburg sichern, die somit belegt, dass sich ihre Bewohner intensiv mit ihrer Umwelt beschäftigen und nach Alternativen zu herkömmlichen Strom-Angeboten suchen. Nach der japanischen Atomkatastrophe wählten hier 132 Prozent mehr Menschen online einen Ökostrom-Anschluss und sorgten so für eine Steigerung der Abschluss-Quote von vormals 30% auf 69%.

Freiburg im Breisgau gilt mit einem Grünen-Wähler-Anteil von 23,9% als sehr ökologische Stadt und wurde daher von den Durchführenden der preisvergleich.de-Studie mit besonderem Interesse untersucht. Die Ökostrom-Quote, die vor Fukushima bereits bei 35% lag, stieg nach dem Super-GAU auf ausgezeichnete 81% an und bescherte der südwestdeutschen Stadt Platz vier der Top-Ökostrom-Städte in Deutschland. Das thüringische Erfurt kann sich mit 63% Ökostrom-Abschlüssen nach dem Reaktorunglück ebenfalls zu den stärksten Ökostrom-Städten Deutschlands zählen. Weitere Vertreter der Top-Ökostrom-Städte sind Rostock (61%), Gelsenkirchen (61%), Balingen und Oldenburg sowie Mainz, Nürnberg, Verden und Celle. Für soviel Umweltbewusstsein können sich diese 13 Städte künftig mit dem von preisvergleich.de verliehenen Öko-Star-Award in Gold schmücken.

Zu den Städten, die zum guten Mittelfeld der deutschen Top-Öko-Städte gezählt werden können, gehören beispielsweise Wuppertal, Bayreuth und Ingolstadt sowie Karlsruhe, Schwäbisch Hall und Erlangen. Auch Heilbronn, Coburg, Aalen und Darmstadt sowie Offenbach, Konstanz und Frankfurt finden sich im Mittelfeld wieder. In den Städten im Ökostrom-Mittelfeld wurden bereits vor dem Super-GAU hohe Abschlüsse für Ökostromverträge erzielt, allerdings blieben die Werte nach Fukushima in Hagen und Aschaffenburg fast unverändert. Den Öko-Ignoranten-Award „verdienten sich die Städte Bottrop, Dortmund, Siegen und Münster, da es hier nach Fukushima weniger Ökostrom-Abschlüsse gab als vorher.

Diagramm

Städte im Ökostrom-Mittelfeld

Die Städte, in denen die Abschlüsse neuer Ökostromverträge vor Fukushima im mittleren Bundesschnitt anzusiedeln waren, bilden die Mittelfeld-Gruppe. Innerhalb dieser Gruppe ist Lüneburg der Spitzenreiter, denn die Zahl der Ökostrom-Neuabschlüsse stieg hier von einst 26% auf 77% nach Fukushima, was eine Steigerung um satte 201% bedeutet. Den Titel preisvergleich.de Öko-Star Silber hat sich Lüneburg somit redlich verdient.

Ein ähnlich gutes Vorbild ist Wiesbaden. Die Zahl der online abgeschlossenen Ökostrom-Verträge stieg hier von 28% auf 82%, womit die hessische Landeshauptstadt mit einer Steigerung um fast 200% glänzen kann. Weitere Träger der Auszeichnung Öko-Star Silber sind neben Straubing und Hildesheim auch Göttingen, Trier, Stuttgart und Düsseldorf sowie Ulm, Esslingen und Tübingen.

Diagramm

Öko-Flop-Städte

Die Untersuchung der auf preisvergleich.de getätigten Ökostrom-Abschlüsse hat jedoch leider auch ergeben, dass es eine große Zahl an Ökostrom-Flop-Städten gibt. In diesen Städten liegt der Anteil an online abgeschlossenen Ökostrom-Verträgen mehr als 10% unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Innerhalb dieser Gruppe ist Halle an der Saale als positives Beispiel zu nennen und ergatterte zu Recht den ersten Platz. Zwar lag der Anteil an Ökostrom-Abschlüssen vor Fukushima bei nur 9 Prozent, doch die Reaktorkatastrophe brachte die Hallenser zum Umdenken, sodass die Abschlussquote auf 56% anstieg. Dies bedeutet eine Steigerung um 492,6%, was absoluter Spitzenwert innerhalb der preisvergleich.de-Studie ist.

In der Gruppe der Öko-Flop-Städte konnte sich das brandenburgische Cottbus den zweiten Platz sichern. Vor der Katastrophe betrug der Anteil der im Internet abgeschlossenen Ökostrom-Verträge nur 16%, doch nach Fukushima stieg diese Quote auf satte 79% – eine Steigerung um 385%. Auch andere Städte glänzten vor dem japanischen Super-GAU nicht gerade mit Öko-Bewusstsein, konnten danach aber eine deutliche Wende hin zu grünerem Strom vorweisen. Dazu gehören zum Beispiel Bergisch-Gladbach und Herne (jeweils 357% mehr Ökostrom-Abschlüsse) , Berlin (+356%), Marburg (+351%) und auch Bielefeld (+271%).

Zu den Aufsteigern in der Flop-Gruppe gehören auch Heide (+250%), Dresden (+230%), Hamburg (+222%) und Frankfurt an der Oder (+217%) sowie Jena (+214%), Bremerhaven und Lübeck (beide jeweils +200%). Doch auch Passau (+177%), Koblenz (+173%), Kiel (+161%) und
Flensburg (+159%) sowie Augsburg (+152%), Chemnitz (+148%), Köln (+143%) oder Suhl
(+113%) konnten noch erstaunlich zulegen und bekamen die Ökowende nach Fukushima hin. Für soviel Umweltbewusstsein erhalten diese Städte die preisvergleich.de-Auszeichnung Öko-Star in Bronze.

In der Gruppe der Flop-Ökostrom-Städte konnte München nicht wirklich überzeugen und erhält daher nur den Titel „Öko-Konform. Vor dem Atomunglück lag die Quote der online abgeschlossenen Verträge für grünen Strom in der bayrischen Metropole bei nur 23%, danach stieg sie auf 39%.

Schlusslicht der Studie ist die VW-Stadt Wolfsburg. Schon vor dem japanischen Atomunglück lag die Quote der im Internet abgeschlossenen Ökostrom-Verträge nur bei mageren 14%, doch nach Fukushima sank der Anteil sogar auf nur noch 10%. Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass die Wolfsburger dem Thema sauberer und grüner Strom eher ablehnend gegenüberstehen. Ein ähnliches Bild hat sich der Studie zufolge auch in Leverkusen ergeben. In der Rheinstadt stieg die Quote der Ökostrom-Abschlüsse von 23% auf 29% nach Fukushima nur leicht um 26% an, was im Vergleich zu anderen deutschen Städten doch eine enttäuschende Quote ist. Sowohl Wolfsburg als auch Leverkusen haben sich somit den Titel „Öko-Ignoranten verdient.

Das Bewusstsein für grünen Strom hat sich in Deutschland gemäß der preisvergleich.de-Stichprobe insgesamt jedoch deutlich gebessert: Vor dem Unglück schlossen nur 26% der Deutschen im Internet einen Vertrag für Ökostrom ab, danach stieg die Zahl auf 50%.

Für diese Studie wurden im Zeitraum vom 11. Oktober 2010 bis 11. August 2011 stichprobenartig 60.382 Stromabschlüsse ausgewählt und ausgewertet.

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