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Strompreisentwicklung in Deutschland

Die Strompreisentwicklung für 2022 zeigt eine deutliche Erhöhung der Strompreise im Vergleich zu 2021 an. Bereits im Juli 2022 war der durchschnittliche Strompreis für Haushalte um 16% höher als 2021 und betrug im Durchschnitt 37,30 ct/kWh (2021: 32,16 ct/kWh). Der Wegfall der EEG-Umlage zum 01.07.2022 konnten den weiteren Anstieg der Strompreise im 2. Halbjahr 2022 nicht verhindern. Diese erhöhten sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022 um 8,1% auf durchschnittlich 40,07 ct/kWh.

Ein wichtiger Grund für den Anstieg liegt in den gestiegenen Kosten für Beschaffung und Vertrieb - von 7,93 ct/kWh im Jahr 2021 zu 20,64 ct/kWh im 2. Halbjahr 2022. Die Beschaffungskosten sind wiederum abhängig von den stark angestiegenen Energiepreisen im Großhandel, die 160% höher sind als 2021.

Doch die gute Nachricht ist, die Strompreisentwicklung für 2023 zeigt derzeit eine leichte Entspannung der Marktlage. So hat sich der Strompreis im Januar 2023 auf durchschnittlich 39 Cent pro kWh eingependelt. Das ist zwar immer noch sehr hoch, jedoch liegt der Preis unter den Rekordwerten in 2022.

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Unsicherheit am Energiemarkt – Preise können 2023 weiter steigen!

Die Unsicherheit am Energiemarkt kann die Strompreise trotz einer derzeit schwankenden Entwicklung im Jahr 2023 weiter steigen lassen. Damit könnte sich die Entwicklung fortsetzen, die wir bereits seit vielen Jahren in Deutschland erleben. Als wenn die Corona-Pandemie nicht schon schlimm genug ist, bringt der Ukraine-Krieg noch größere Unsicherheit an den Märkten mit sich. Grund dafür ist u. a. das Embargo russischer Energieträger durch die Europäische Union und die damit verbundene Suche nach teuren, alternativen Energiequellen und Partner.

Entwicklung des Strompreises bis 2022

Die Strompreisentwicklung der letzten 10 Jahre kennt nur einen Weg: den Weg nach oben. Dabei gibt es viele Faktoren, die den Preis beeinflussen. So war und ist der Strommix ein entscheidendes Kriterium für die Kosten, die auf Sie als Verbraucher zukommen. Obwohl es paradox klingt, zahlen Sie häufig noch immer einen höheren Preis, wenn Sie auf die ökologische Gewinnung von Energie Wert legen. Das liegt daran, dass die Investitionen in erneuerbare Energie wie z. B. Wind- und Sonnenenergie noch lange nicht abgeschlossen sind.

Der Ausbau von Windkraft und Solarenenergie ist teuer und die Wartungskosten sind hoch. Die Kosten werden auf den Stromverbraucher umgelegt. Hinzu kommt der von vielen als übereilt bewertete Atomausstieg, der für das Jahr 2022 geplant war. Dieser Schritt war im Jahre 2011 die Antwort auf die Reaktorkatastrophe in Fukushima. So gab es große Investitionen in erneuerbare Energien. Kunden, die privat Strom produzieren und in das öffentliche Netz einspeisen, bekommen hingegen eine sogenannte Einspeisevergütung. Diese wird wiederum durch die EEG-Umlage finanziert, die sich seit ihrer Einführung nahezu verdoppelt hat.

Strompreisentwicklung in 2022

Entwicklung der Strompreise bis 2021

Strompreisentwicklung von 2006 bis 2021

Anhand der Grafik ist eindeutig zu erkennen, dass der Anteil an Steuern & Umlagen zunimmt und den Strompreis in die Höhe treibt. Seit dem Jahr 2000 ist der Abgaben-Anteil gemessen am Gesamtanteil um ganze 16 % gestiegen, wobei die Kosten für Beschaffung und Netzentgelte trotz eines Rückgangs am Gesamtanteil ebenfalls gestiegen sind. Wesentliche Kostentreiber in der Strompreisentwicklung sind Steuern, Abgaben und Umlagen, die hierzulande zu den höchsten der Welt gehören und im Jahr 2021 einen neuen Rekord erreichten.

Die Netzentgelte stiegen in 2020 in einzelnen Regionen sogar um über 10%, so dass es hier einen maßgeblichen Einfluss mit der Preisentwicklung für 2020 gab. Noch nie war Strom so teuer wie heute, da hilft es auch nicht, dass die EEG-Umlage im Jahr 2022 erneut sinken soll.

Fragen und Antworten zur Strompreisentwicklung

  • Wer ist von der schlechten Entwicklung der Strompreise betroffen?
  • Wann sinken die Preise und was kann ich gegen hohe Preise tun?
  • Wie ist die Entwicklung der EEG-Umlage?
  • Welchen Einfluss hat die CO2-Steuer auf die Strompreisentwicklung?
  • Wie wird sich der Strompreis im Jahr 2022 laut Prognose entwickeln?
  • Wie ist die Strompreis-Prognose für das Jahr 2030?

Die Kosten für Energie wirksam reduzieren

Als Kunde haben Sie keinen Einfluss auf den Strompreis. Sie können sich nur auf dem Markt informieren und reagieren, indem Sie regelmäßig den Anbieter wechseln. Schließen Sie Verträge nur für kurze Laufzeiten von bis zu einem Jahr ab, um auf Veränderungen in der Preisgestaltung des Anbieters schnell reagieren zu können. Kündigen Sie den Vertrag mit Ihrem Grundversorger. Sie fallen automatisch in die Grundversorgung, wenn Sie keinen alternativen Anbieter haben. In nahezu allen deutschen Regionen ist die Grundversorgung deutlich teurer als die Angebote freier Anbieter auf dem Markt.

Sie haben die Möglichkeit, die Strompreise online einfach und schnell zu vergleichen. Alle Anbieter Ihrer Region werden angezeigt und Sie können mit wenigen Klicks die Konditionen vergleichen. Entscheiden Sie sich für das günstigste Angebot und profitieren Sie außerdem von Bonuszahlungen, die Sie oftmals als Neukunden erhalten. So können Sie der Strompreisentwicklung in Deutschland aktiv entgegenwirken.

  • Anbieter regelmäßig online vergleichen und wechseln
  • Von die Grundversorgung in die Privatversorgung wechseln
  • Strompreisentwicklung aktiv entgegenwirken

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