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Sekundärenergie

In der Energiewirtschaft bezeichnen wir mit Sekundärenergie eine Energieform, die durch Umwandlung oder Raffination von Primärenergie entsteht, um die Energie besser transportier- oder nutzbar zu machen. Zur Primärenergie rechnen wir natürliche Energievorkommen, wie beispielsweise Erdöl, Kohle, Erdgas, Uran, Solar, Windkraft und Biomasse. Die daraus erzeugte Sekundärenergie liegt oftmals in Form von elektrischem Strom, Kraftstoffen, Heizöl und Biogasen vor. Weiter sprechen wir auch noch von der Endenergie und der Nutzenergie.

Der Begriff Endenergie meint die letztlich beim Verbraucher vorliegende Energieform, während die Nutzenergie die daraus gewonnene tatsächliche Arbeitsleistung (z. B. Warmwasser, mechanische Energie) bezeichnet. Diese Einteilung berücksichtigt auch, dass es bei jeder Umwandlung von einer Energieform in die nächste zu einem Energieverlust (Abnahme des Wirkungsgrades) kommt. Wenn wir den Energiegehalt der Primärenergie bei 100 % ansiedeln, so ist, je nach Grad der Verarbeitung, der Wirkungsgrad der Sekundärenergie schon geringer usw. Am Beispiel der elektrischen Energie kommen wir z. B. auf folgende Energieverluste: Der Wirkungsgrad eines Wärmekraftwerkes (z. B. Kohle) liegt zwischen 25 % und 50 %. Bei der Übertragung der Energie in modernen Hochspannungsleitungen (Sekundärenergie) und letztlich bis zum Hausanschluss gehen im günstigsten Fall noch einmal ca. 5 % verloren. Das heißt, der Wirkungsgrad des Endgerätes entscheidet letztlich darüber, wie viel der ursprünglich eingesetzten Primärenergie nach der Umwandlung in Sekundärenergie und Endenergie tatsächlich genutzt wird. Oft bleiben davon nicht mehr als 20 % übrig.