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E.ON übernimmt Innogy von RWE

24.09.2019

e.on-logoEs ist beschlossene Sache: Der Energiekonzern E.ON übernimmt die RWE-Anteile an der Tochtergesellschaft Innogy SE. Bei dem geplanten Deal handelt es sich um eines der größten Tauschgeschäfte auf dem deutschen Energiemarkt. Für Konkurrenten und Verbraucher wird die Übernahme jedoch nicht ohne Folge bleiben, auch wenn E.ON-Chef Johannes Teyssen wiederholt versichert hat, dass der Wettbewerb „in Deutschland in keiner Weise gefährdet“ ist.

Hintergründe der Übernahme

Mit der Liberalisierung des Strommarktes und der längst eingeleiteten Energiewende hat das alte Geschäftsmodell von Innogy ausgedient.
Die Energiekonzerne müssen sich neu aufstellen, wenn sie auch in Zukunft am Markt mitmischen wollen. So hat E.ON bereits seine Kohle- und Gaskraftwerke abgestoßen. RWE wiederum hat seine erneuerbaren Energien, die Netze und das Endkundengeschäft ins Tochterunternehmen Innogy ausgegliedert.

Die Neuausrichtung soll zukünftig noch weiter vorangetrieben werden. Konkret heißt das: E.ON will seinen Fokus stärker auf den Transport von Strom und Gas sowie auf den Verkauf von Stromtarifen und entsprechenden Dienstleistungen legen. RWE will dagegen nach und nach vom Braunkohleerzeuger zum Ökostromanbieter werden. Die Neuaufteilung von Innogy scheint unter diesem Aspekt nur logisch. E.ON soll die Netze und das Endkundengeschäft erhalten und RWE die Kraftwerke und Anlagen zur Förderung erneuerbarer Energien von E.ON.

Der Übernahme ging eine Reihe von Verhandlungen mit der EU-Kommission voraus. Schlussendlich wurde die Übernahme an verschiedene Auflagen geknüpft. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager äußerte sich wie folgt: „Wir können heute die Übernahme von Innogy durch E.ON genehmigen, weil die Verpflichtungszusagen von E.ON sicherstellen, dass der Zusammenschluss in den Ländern, in denen diese Unternehmen tätig sind, nicht zu einer geringeren Auswahl und höheren Preisen führen wird.“. Die Mitbewerber am Markt sehen das freilich anders. So spricht der Ökostromanbieter Lichtblick von „einer weiteren Zäsur für den deutschen Energiemarkt“. Wettbewerb und Innovationen würden gebremst und der Industriestandort Deutschland damit insgesamt geschwächt.

Werden sich die Strompreise dadurch noch weiter erhöhen?

Es ist noch zu früh, um hier eine klare Aussage zu geben. Das liegt u. a. daran, dass die Höhe der EEG-Umlage für das Jahr 2020 erst Mitte Oktober diesen Jahres bekannt gegeben wird.

Die Verbraucherzentralen empfehlen daher noch stärker auf die Preise zu achten und von Stromwechsel-Möglichkeiten umfassend Gebrauch zu machen. Strom-Vergleichsportale bieten hierbei einen schnellen und umfassenden Überblick.

Autor: sb

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