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Deutsche Solarbranche unter chinesischem Preisdruck

05.10.2016

Bild SolaranlageDer deutschen Solarbranche ging es lange Zeit nicht gut. Nachdem sie sich langsam aber sicher wieder etwas erholt, droht schon das nächste Problem in Form des chinesischen Marktes. Denn dort gibt es erhebliche Überkapazitäten an Solaranlagen, die auch in Deutschland Strom aus Sonnenenergie erzeugen sollen. PREISVERGLEICH.de berichtet.

Bonn/Berlin – Auf einen sonnigen Herbst kann Deutschlands Solarbranche sich nicht freuen – im Gegenteil: Die Preise stehen extrem unter Druck wegen Überkapazitäten in China. Deutschlands größter Solarzellenhersteller Solarworld in Bonn hat bereits seine Prognose nach unten korrigiert und den Abbau von insgesamt 500 Stellen von Zeitarbeitern angekündigt. Weitere Jobverluste könnten branchenweit folgen, befürchten die deutschen Photovoltaik-Betriebe, deren Beschäftigtenzahl in den vergangenen Jahren auf rund 38 000 geschrumpft ist.

Preisdruck durch billige Solaranlagen aus China

Der europäische Herstellerverband EU ProSun spricht von massivem Marktdruck durch illegale Billig-Importe aus China. «Es wird gepfuscht und getrickst, um Anti-Dumping-Auflagen zu umgehen», sagt ProSun-Präsident Milan Nitzschke, zugleich Sprecher bei Solarworld.

Hintergrund des Drucks aus Fernost ist ein beispielloser Solarzubau in China: Angesichts der Umweltbelastung hatte die Regierung dort für 2016 ein ehrgeiziges Solar-Ausbauprogramm mit 21 Gigawatt Kapazität angekündigt. Das entspricht der Kapazität von 16 modernen Atomkraftwerken.

Überangebot ist dauerhaft

Tatsächlich wurde die riesige Menge an Solaranlagen aber schon im ersten Halbjahr erreicht, woraufhin Peking die Förderung zum 1. Juli abrupt drosselte. Nach der harten Bremsung sitzen die chinesischen Hersteller jetzt auf gewaltigen Produktionsmengen, die sie irgendwie in den Markt bringen müssen. Zugleich ist China als Absatzmarkt für Module ausländischer Hersteller fast auf einen Schlag weggefallen.

Analysten des US-Investmenthauses Roth Capital Partners erwarten, dass das Überangebot für mindestens die nächsten 1,5 Jahre bestehen bleibt. Sie sehen sich an den Preisverfall am Solarmarkt aus den Jahren 2011 und 2012 erinnert und halten eine «erhebliche Marktbereinigung» ähnlich wie damals für gut möglich. Nicht nur die Branche in Europa leidet unter der Situation, auch in Asien werden Stellen abgebaut wie jüngst in Malaysia.

Europäischer Solarmarkt unter Schutz

Auf dem Papier ist der europäische Markt geschützt: Seit 2013 gelten in der Europäischen Union (EU) Schutzzölle gegen chinesische Importe und ein Mindestpreis von 56 Cent pro Watt Solarleistung – das wäre auskömmlich für die Industrie. Doch laut Branchenkennern wird dieser Preis zunehmend unterschritten – etwa, weil chinesische Unternehmen ihre Zellfertigung nach Vietnam verlegen. «Der Mindestpreis wurde schon immer leicht unterlaufen», sagt ein Fachmann, der seinen Namen nicht nennen will. Er habe real oft bei etwa 50 statt 56 Cent gelegen. Seit Mitte des Jahres seien aber alle Schleusen offen und es würden Module mit 40 bis 45 Cent pro Watt angeboten.

Wie es weitergehen soll, ist in der deutschen Solarbranche umstritten. Die Zellen- und Modulhersteller, die von EU ProSun vertreten werden, fordern die Verlängerung der Schutzzölle gegen China möglichst um fünf Jahre und eine wesentlich schärfere Verfolgung von Verstößen durch die Zollbehörden. Spätestens bis zum März 2017 steht eine mögliche Verlängerung in Brüssel an.

Solaranlagen aus China eine Bedrohung?

Die Gegenposition nimmt die 2015 gegründete Solar Alliance für Europe (Safe) ein, in der neben Großunternehmen wie der Energieversorger EnBW oder dem Mannheimer Anbieter MVV auch Installationsbetriebe vertreten sind. Ihr Argument: Drei Viertel der Wertschöpfung einer neuen Solaranlage blieben zum Beispiel durch Installation und Wartung in Europa – selbst wenn die ursprüngliche Solarzelle aus Übersee komme. Von diesem Geschäft schließe Europa sich durch garantierte Mindestpreise, die deutlich über dem Weltniveau liegen, aus. Ohne die Zölle könnten Module in Europa rund ein Fünftel billiger angeboten werden, argumentiert Safe. Sie fordert die Abschaffung der Mindestpreise.

Text: dpa/pvg

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