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Energiewende nach deutschem Vorbild: Taiwan will weg von Atomkraft

28.10.2016

Bild EnergiewendeDie Energiewende in Deutschland wird zwar oft gelobt, dient bisher aber im Ausland kaum als Vorbild. Nun springt jedoch Taiwan auf den Zug der erneuerbaren Energien auf. PREISVERGLEICH.de kennt die ehrgeizigen Pläne.

Taipeh – Die neuen Solarmodule des taiwanesischen Unternehmens Green Energy Technology sind so leicht, dass man sie in den Händen halten kann. Sie sind auch deutlich belastbarer als frühere Versionen und sollen Erdbeben überstehen sowie den kräftigen Winden der Taifune trotzen können, die jedes Jahr über die kleine Inselrepublik hinwegfegen. Vor allem aber sollen sie Taiwan helfen, eine Energiewende nach deutschem Vorbild in die Tat umzusetzen.

Ehrgeizige Präsidentin mit sportlichen Zielen

Unter Präsidentin Tsai Ing-wen plant das Land, bis zum Jahr 2025 aus der Atomkraft auszusteigen. Bei ihrem Amtsantritt im Mai rief sie dazu auf, bis dahin 20 Prozent des Gesamtbedarfs mit erneuerbarer Energie abzudecken. Derzeit sind es nur 4 Prozent, während drei alternde Kernkraftwerke 14 Prozent des Stroms produzieren.

«Wir rechnen bis 2025 mit einer Marktgröße von 1,2 Billionen Taiwan-Dollar (rund 35 Milliarden Euro) für die Solarindustrie in Taiwan», sagt die stellvertretende Leiterin der staatlichen Energiebehörde, Linda Chen.

Erneuerbare Energien für mehr Unabhängigkeit

Mit der Förderung erneuerbarer Energie kann das kleine und dicht besiedelte Land auch seine Abhängigkeit vom Ausland verringern. Die demokratische Inselrepublik, die von China als abtrünnige Provinz betrachtet und international isoliert wird, importiert 98 Prozent seiner Energie. Tsais Regierung will mit Investitionen in Energiequellen zudem die lahmende Wirtschaft ankurbeln.

Aus Sonnenenergie kann Taiwan im Moment weniger als einen Gigawatt Strom gewinnen. Bis 2025 sollen es 20 Gigawatt werden. Immerhin 4,2 Gigawatt sollen durch Wind erzeugt werden.

Energiewende in Taiwan: Deutsche mischen mit

An diesem Projekt arbeiten auch deutsche Unternehmen mit. Enercon aus dem ostfriesischen Aurich etwa hat 23 Windkraftturbinen an Taiwans Westküste geliefert und soll sich auch langfristig um deren Wartung kümmern. Anfang Oktober kündigten zudem die Firmen InfraVest und wpd eine Investition von 42 Milliarden Taiwanesische Dollar (etwa 1,2 Millarden Euro) für die Installation einer 240-Megawatt-Offshore-Windkraftanlage im Zentrum Taiwans an.

«Taiwan bietet eine Einspeisevergütung für Offshore-Windenergie», erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Wirtschaftsbüros in der Hauptstadt Taipei, Robert Herzner. «Das schafft einen Anreiz für ausländische Firmen, hier zu investieren.»

Bei einer Konferenz in Taipei erklärte Taiwans Wirtschaftsministerium vor wenigen Wochen, 66 ausländische Unternehmen hätten zugesagt, in den kommenden drei Jahren insgesamt umgerechnet fast 5 Milliarden Euro in das Land zu investieren. Ein großer Teil davon gehe direkt in den Bereich erneuerbare Energie.

«Taiwan hat reichlich Zugang zu gutem Wind, aber es braucht Jahre, sich Wissen und Technologie anzueignen, um eine robuste einheimische Windindustrie aufzubauen», sagt Lin Tze-luen, Juniorprofessor für Politikwissenschaften an der National Taiwan Universität. So sind deutsche Firmen auch als Berater gefragt.

Energiewende: Deutschland als Vorbild?

Deutschlands Energiewende soll nach Vorstellung der Bundesregierung zum Vorbild für die Welt werden. Durchgesetzt hat sich das Modell international bislang jedoch nicht. Im Atom-Land Frankreich gab es zwar eine kleine Revolution: Das 2015 beschlossene Energiewende-Gesetz sieht vor, den Anteil des Nuklearstroms bis 2025 von derzeit 75 auf 50 Prozent zu drücken. Noch ist aber unklar, wie das gelingen soll. Der staatliche Stromriese EDF will kaum Reaktoren schließen. Zudem hat Konservativen-Chef und Ex-Präsident Nicolas Sarkozy angekündigt, im Falle eines Sieges bei Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im kommenden Jahr das 50-Prozent-Ziel zu kippen.

Text: dpa/pvg

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