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Strompreisbremse

Die Strompreisbremse soll laut aktueller Aussage der Bundesregierung zum 01. Januar 2023 in Kraft treten und bis zum Frühjahr 2024 gelten. Ob die Umsetzung bis zum 01. Januar erfolgen kann, ist angesichts vieler Energieexperten und Versorger als fraglich einzustufen. Doch was besagt die Preisbremse und wer profitiert davon?

Die Preisbremse soll ab einem kWh-Preis von 40 Cent greifen und 80 % des Vorjahresverbrauches berücksichtigen. Das heißt, dass der Staat die Preise auf 40 Cent pro kWh Strom deckelt und temporär sämtliche Mehrkosten übernimmt, die oberhalb von 40 Cent pro Kilowattstunde liegen und den Vorjahresverbrauch von 80 % abdecken. Sind Sie als Verbraucher oder Unternehmen beispielsweise vertraglich dazu verpflichtet, 50 Cent pro kWh zu zahlen, erhalten Sie den Differenzbetrag von 10 Cent pro kWh vom Staat erstattet.

Fairerweise ist dazu zu erwähnen, dass der durchschnittliche Strompreis in Deutschland derzeit bei rund 37 Cent pro kWh und somit unterhalb des genannten Preisdeckels liegt (Stand: November 2022). Ob auch Sie von der Strompreisbremse profitieren, hängt von Ihrem individuellen Strompreis ab.

Wann die Strompreisbremse zum Nachteil werden kann

So gut die Strompreisbremse auch klingt, kann diese dennoch auch zum Nachteil werden. Das ist z. B. dann der Fall, wenn die Stromanbieter in Preisbremse einen Anreiz sehen, um die Strompreise erst recht zu erhöhen. Immerhin übernimmt dann nicht der Verbraucher oder das Unternehmen die Mehrkosten, sondern der Staat selbst. Eine solche Entwicklung würde dem Sinn und Zweck der Strompreisbremse widersprechen.