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Strompreis pro kWh 2026: Aktuelle Kosten & Sparpotenziale im Check

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Was kostet die Kilowattstunde (kWh) Strom aktuell?

Alles auf einen Blick

  • Bundesweiter Durchschnitt 2026: 37,20 ct/kWh
  • Typische Grundversorgung: 43–50 ct/kWh
  • Günstige Neukundentarife: ab 24 ct/kWh

Der Strompreis in Deutschland liegt 2026 bei durchschnittlich 37,20 Cent/kWh – der niedrigste Stand seit 2021 und weit unter den Spitzenwerten der Energiekrise, als die Preise 2022 und 2023 auf über 46 Cent/kWh kletterten. Doch was der Durchschnitt nicht zeigt: Wer noch im Grundversorgungstarif seines lokalen Anbieters steckt, zahlt häufig 10 bis 22 Cent pro kWh mehr als nötig. Bei einem Durchschnittshaushalt summiert sich das auf bis zu 770 € unnötige Mehrkosten pro Jahr. Wer jetzt seinen Stromtarif vergleicht, findet Angebote ab 24 Cent/kWh und spart damit bis zu 770 € im Jahr.

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Die Strompreisentwicklung: Warum sinken die Preise 2026?

↓ Messdaten & Methodik

Gesunkene Netzentgelte: Ein wesentlicher Grund für den niedrigeren Strompreis 2026 ist die staatliche Entlastung bei den Netzentgelten. Die Bundesregierung stützt die Netzinfrastrukturkosten in diesem Jahr mit einem Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro – das senkt die Netzentgelte im Bundesdurchschnitt um knapp 18 Prozent. Besonders spürbar ist dieser Effekt in Ostdeutschland, wo die Netzkosten bislang zu den höchsten bundesweit zählten und Verbraucher nun überdurchschnittlich stark profitieren.

Normalisierung der Börsenstrompreise: Der zweite Treiber liegt auf dem Großhandelsmarkt. Nach den außergewöhnlich hohen Preisniveaus der Jahre 2022 und 2023 – damals lagen die Durchschnittspreise bei 46 beziehungsweise 47 Cent pro Kilowattstunde – haben sich die Notierungen an EEX und EPEX Spot deutlich beruhigt. Day-Ahead-Preise bewegen sich heute wieder im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich je Megawattstunde. Dahinter stehen drei Faktoren: der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien erhöht das Angebot, gut gefüllte Gasspeicher reduzieren das Versorgungsrisiko, und die geopolitische Lage ist weniger angespannt als während der Energiekrise.

Strompreiskomponenten 2024–2026 im Überblick

Kostenbestandteil 2024 2025 2026 Trend Hinweis
Beschaffung & Vertrieb 17,09 ct 16,12 ct 15,40 ct 📉 Größter Hebel beim Anbieterwechsel
Netzentgelte inkl. Messung 11,42 ct 10,96 ct 9,30 ct 📉 −18 % durch Bundesförderung (6,5 Mrd. €)
Steuern & Abgaben 5,27 ct 6,35 ct 6,55 ct 📈 Einzige steigende Komponente
Mehrwertsteuer (19 %) 6,42 ct 6,35 ct 5,95 ct 📉 Sinkt automatisch mit dem Nettopreis
Gesamt (Ø Haushalt) 40,20 ct 39,81 ct 37,20 ct 📉 −7,5 % niedrigster Stand seit 2021

Regionaler Check: Warum Ihr Wohnort über den kWh-Preis entscheidet

Strom ist nicht gleich Strom – zumindest nicht auf der Rechnung. Ein Vier-Personen-Haushalt in Weidenthal (Rheinland-Pfalz) zahlt jährlich rund 578 Euro für die Netznutzung, in Ringelai (Bayern) wären es nur 216 Euro – ein Unterschied von über 360 Euro, nur wegen der Postleitzahl. In dünn besiedelten Regionen müssen lange Leitungen für wenige Haushalte unterhalten werden. Hinzu kommt ein Paradox der Energiewende: Ausgerechnet dort, wo viel Ökostrom produziert wird, fallen die höchsten Netzkosten an.

Ab 2026 greift eine Reform, die Verbraucher schrittweise um 1,5 Milliarden Euro entlasten soll – mit vollständigem Abbau der vermiedenen Netzentgelte bis 2029. Besonders profitieren ostdeutsche Bundesländer: In Mecklenburg-Vorpommern sinken die Netzkosten um rund 92 Euro pro Jahr, in Berlin um knapp 89 Euro. Da die Netzentgelte regional einheitlich sind, liegt das eigentliche Sparpotenzial im Tarifwechsel.

Das Jahr 2026 bringt eine erfreuliche Nachricht für nahezu alle deutschen Haushalte: Die Netzkosten werden kommendes Jahr bundesweit sinken. Eine umfassende Analyse von über 10.750 Gemeinden zeigt, dass 95,8 Prozent aller Orte in Deutschland von deutlich reduzierten Netzentgelten profitieren werden. Im Durchschnitt sinken die Kosten um 64,74 Euro pro Jahr, was einer Reduzierung von 16,53 Prozent entspricht. Die durchschnittlichen Netzentgelte der Bundesländer lagen etwa bei 10,68 ct/kWh.

↓ Messdaten & Methodik

Wo ist Strom am günstigsten – und wo am teuersten?

Der Unterschied zwischen den günstigsten und teuersten Regionen beträgt bis zu 8,7 Cent pro Kilowattstunde – rund 300 Euro im Jahr. Großstädte wie Bremen, Düsseldorf und München profitieren von hoher Bevölkerungsdichte, ländliche Regionen im Osten und Norden hingegen von aufwendiger Netzinfrastruktur für erneuerbare Energien.

Platz Top 10: Günstigste Regionen Ø ct/kWh Platz Flop 10: Teuerste Regionen Ø ct/kWh
1 Bremen ~33,1 ct 1 Brandenburg ~41,8 ct
2 Düsseldorf ~33,5 ct 2 Mecklenburg-Vorpommern ~41,2 ct
3 München ~33,8 ct 3 Schleswig-Holstein ~40,9 ct
4 Hamburg ~34,2 ct 4 Sachsen-Anhalt ~40,5 ct
5 Berlin ~34,5 ct 5 Thüringen ~39,8 ct
6 Köln ~34,7 ct 6 Sachsen ~39,4 ct
7 Frankfurt a.M. ~34,9 ct 7 Saarland ~38,9 ct
8 Stuttgart ~35,2 ct 8 Rheinland-Pfalz (Land) ~38,5 ct
9 Niedersachsen (West) ~35,5 ct 9 Hessen (Nord) ~38,2 ct
10 Baden-Württ. (Süd) ~35,8 ct 10 Bayern (Nord/Oberfranken) ~37,9 ct

Grundversorgung vs. Wechseltarif: Hier liegt Ihr größtes Sparpotenzial

Viele Haushalte zahlen still und heimlich deutlich zu viel für ihren Strom – nicht weil sie verschwenderisch sind, sondern weil sie einfach nie gewechselt haben. Der sogenannte Grundversorgungstarif ist der Tarif, in den Sie automatisch fallen, wenn Sie keinen eigenen Vertrag abgeschlossen haben. Er ist bequem, aber in der Regel teuer. Ein Wechseltarif dagegen ist ein aktiv gewählter Vertrag – oft mit deutlich niedrigerem Arbeitspreis. Kommen Neukundenbonus, Sofortbonus oder Cashback hinzu, kann die tatsächliche Ersparnis im ersten Jahr sogar noch höher ausfallen.

Das folgende Rechenbeispiel zeigt den Unterschied für einen typischen Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch:

Tarifart ⌀ Preis (ct/kWh) Jahreskosten bei 3.500 kWh
Grundversorgung ~46,00 ct ~1.610 €
Wechseltarif (wettbewerblicher Anbieter) ~24,00 ct ~840 €
✓ Ihre Ersparnis ~22,00 ct pro kWh bis zu 770 € pro Jahr

Zusammensetzung: Aus was besteht Ihr Strompreis 2026?

Auf Ihrer jährlichen Stromrechnung finden Sie in der Regel zwei Preisbestandteile: den Grundpreis (auch Leistungspreis genannt) sowie den Arbeits- bzw. Verbrauchspreis. Der Grundpreis umfasst feste Kosten, etwa für den Stromzähler, dessen Wartung und Ablesung sowie für die allgemeine Bereitstellung und Abrechnung des Stroms. Er fällt unabhängig von Ihrem Verbrauch an. Der Arbeitspreis richtet sich nach der Strommenge, die Sie tatsächlich verbrauchen. Deshalb wird er auch Verbrauchspreis genannt. Die Abrechnung erfolgt pro Kilowattstunde.

Für das Jahr 2026 liegt der durchschnittliche Strompreis laut den Quellen bei insgesamt 37,320 ct/kWh. Hier ist eine kurze Aufschlüsselung der wichtigsten Werte:

  • Beschaffung und Vertrieb (15,40 ct/kWh): Die Kosten für Beschaffung und Vertrieb machen mit 15,40 ct/kWh den größten Anteil aus. Dieser Wert ist seit dem Höchststand im Jahr 2023 (25,08 ct/kWh) deutlich gesunken.

  • Steuern, Abgaben und Umlagen (12,62 ct/kWh): Rund 34 % des Preises sind staatlich festgelegt. Dazu gehören die Mehrwertsteuer (5,95 ct/kWh), die Stromsteuer (2,05 ct/kWh) sowie diverse Umlagen wie die Offshore-Netzumlage (0,94 ct/kWh).

  • Netzentgelte (9,30 ct/kWh): Diese Gebühren für den Netzausbau und -betrieb machen in 2026 etwa 25 % des Preises aus.

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte liegt im Jahr 2026 bei 37,32 ct/kWh. Insgesamt setzt sich der Trend sinkender Preise fort. Lag der Strompreis 2024 noch bei 40,224 ct/kWh, sinkt er bis 2026 um fast 3 Cent pro Kilowattstunde.

↓ Messdaten & Methodik

Stromverbrauch greifbar gemacht: Was leistet 1 kWh?

Stromkosten werden nach verbrauchten Kilowattstunden (kWh) berechnet. Eine Kilowattstunde (kWh) ist eine Einheit für Energie und entspricht dem Tausendfachen der Wattstunde (Wh). Eine Wattstunde beschreibt die Energiemenge, die ein Gerät mit einer Leistung von 1 Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt. So verbraucht beispielsweise ein Nachtlicht mit einer Leistung von 1 Watt in einer Stunde genau 1 Wh. Da Haushaltsgeräte in der Regel deutlich mehr Leistung haben, wird im Alltag fast ausschließlich die Kilowattstunde verwendet, wobei 1 kWh 1000 Wh entspricht. Für die Stromabrechnung ist die Kilowattstunde die zentrale Einheit, der Stromverbrauch wird in €/kWh (Euro pro Kilowattstunde) oder ct/kWh (Cent pro Kilowattstunde) angegeben.

Mit nur 1 Kilowattstunde (kWh) Strom können Sie bereits erstaunlich viele Dinge im Alltag erledigen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Energie tatsächlich dahintersteckt, hier ein paar anschauliche Beispiele:

Das können Sie mit 1 kWh machen

  • Waschmaschine

    Mit einer Kilowattstunde können Sie eine volle Trommel Wäsche bei 60 °C waschen. Das reicht also, um Handtücher oder Bettwäsche gründlich sauber zu bekommen.

  • Geschirrspüler

    Mit einer kWh Strom kann ein normaler Spülgang Ihres Geschirrspülers durchgeführt werden. Damit lässt sich eine volle Ladung Geschirr reinigen.

  • Backofen

    Wer gerne kocht oder backt, kann den Backofen für etwa 30 Minuten auf Betriebstemperatur nutzen. Eine Pizza oder ein kleiner Auflauf lassen sich damit zubereiten.

  • TV schauen

    Für gemütliche Stunden vor dem TV reicht 1 kWh ebenfalls überraschend weit: Ein moderner LED-Fernseher kann rund 8 bis 9 Stunden laufen, bevor diese Energiemenge aufgebraucht ist.

Strompreise vergleichen und langfristig sparen

Ob Sie wirklich zu viel zahlen, hängt von Ihrer Postleitzahl, Ihrem Verbrauch und Ihrem aktuellen Tarif ab. Ein kostenloser Strompreisvergleich zeigt Ihnen in wenigen Minuten, welche Anbieter in Ihrer Region günstiger sind – inklusive Neukundenboni und Preisgarantien, die die tatsächliche Ersparnis im ersten Jahr noch erhöhen können.

Worauf Sie beim Vergleich achten sollten

Ein niedriger Arbeitspreis pro Kilowattstunde ist verlockend – entscheidend ist jedoch der Gesamtjahrespreis. Ein Tarif mit 23 ct/kWh und 20 € monatlichem Grundpreis kann am Jahresende teurer sein als ein Tarif mit 25 ct/kWh und 6 € Grundpreis. Achten Sie außerdem auf kurze Kündigungsfristen und Preisgarantien, damit Sie flexibel bleiben und von zukünftigen Preissenkungen profitieren.

So wechseln Sie in drei Schritten
  • Tarife vergleichen

    1. Tarife vergleichen

    Geben Sie Ihre Postleitzahl und Ihren Jahresverbrauch ein. Der Vergleich zeigt Ihnen Arbeitspreis, Grundpreis, Vertragslaufzeit und mögliche Boni auf einen Blick.
  • Tarif auswählen

    2. Tarif auswählen und abschließen

    Wählen Sie den passenden Tarif und geben Sie Ihre persönlichen Daten sowie Zählernummer an. Der neue Anbieter kündigt Ihren alten Vertrag für Sie – Sie müssen sich um nichts weiter kümmern.
  • Wechselprozess bestätigen

    3. Wechsel bestätigen

    Sie erhalten eine Bestätigung. Der Wechselprozess dauert in der Regel drei Wochen. Lesen Sie kurz vorher Ihren Zählerstand ab und übermitteln Sie ihn an den neuen Anbieter.

Häufige Fragen zum Strompreis pro Kilowattstunde

Alexander Schmiel

Alexander Schmiel


Als Experte für Strom und Gas behält Alexander die aktuellen Nachrichten und Entwicklungen zu Energie-Themen im Blick. Daraus leitet er bei PREISVERGLEICH.de wertvolle Tipps und Einordnungen der Marktlage für Nutzerinnen und Nutzer ab.

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