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Gewerbestrom Vergleich

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Verbrauch
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Inhalt

Die Stromkosten belasten das Budget von Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern spürbar. Doch genau hier schlummert enormes Sparpotenzial: Durch den Wettbewerb auf dem Energiemarkt unterscheiden sich die Tarife der Versorger massiv. Mit einem gezielten Vergleich lässt sich der perfekt passende Gewerbestromtarif finden und die jährliche Stromrechnung oft um mehrere hundert oder gar tausend Euro senken. Nutzen Sie unseren kostenlosen Rechner, um Tarife in Echtzeit zu prüfen, exklusive Wechselboni mitzunehmen und Ihre Betriebskosten nachhaltig zu reduzieren.

Das Wichtigste zu Gewerbestrom

  • Geeignet für Unternehmen mit einem jährlichen Stromverbrauch über 10.000 kWh.
  • Speziell auf die Bedürfnisse gewerblicher Kunden zugeschnitten und daher oftmals günstiger als Haushaltstarife.
  • Unterschied zu Haushaltsstrom: Höhere Abnahmemengen und meist günstigere Konditionen.
  • Branchenspezifische Lösungen für jeden Wirtschaftssektor.
  • Bis zu 10 Cent pro kWh günstiger als reguläre Haushaltstarife.
  • Bei jährlichem Stromverbrauch ab 100.000 kWh spricht man von Industriestrom oder RLM-Kunden.

Was ist Gewerbestrom und wer hat Anspruch darauf?

Grundsätzlich unterscheidet sich der Strom aus der Steckdose physikalisch nicht vom klassischen Haushaltsstrom. Der entscheidende Unterschied liegt in der kalkulatorischen und technischen Abwicklung durch die Energieversorger. Gewerbetarife sind speziell auf die Verbrauchsmuster und rechtlichen Rahmenbedingungen von Unternehmen zugeschnitten.

Um von den günstigeren Konditionen profitieren zu können, müssen Verbraucher eine gewerbliche, freiberufliche oder landwirtschaftliche Tätigkeit nachweisen, beispielsweise durch eine Gewerbeanmeldung, einen Handelsregisterauszug oder die steuerliche Erfassung vom Finanzamt. Als Richtwert gilt bei vielen Energieanbietern ein jährlicher Mindestverbrauch von rund 10.000 Kilowattstunden (kWh) für Gewerbetarife. Einige Anbieter bieten entsprechende Tarife jedoch auch für Unternehmen mit geringerem Energiebedarf an.

Sparpotential bei Gewerbestrom

Das Einsparpotenzial bei Gewerbestrom kann erheblich sein. Durch einen Tarifvergleich und Wechsel zu einem Gewerbetarif können Unternehmen über 1.000 € sparen. Sie können sich die günstigen Stromangebote in unserem Stromvergleich ganz einfach über die Filtereinstellungen anzeigen lassen. Wählen Sie dafür unter "weitere Einstellung" als Nutzungsart "Gewerbe" aus und schon erhalten Sie Gewerbestromtarife, die auf Ihren Verbrauch zugeschnitten sind. Außerdem gilt bei Gewerbestrom:

  • Je höher Ihr Verbrauch ist, umso mehr können Sie sparen. Stromanbieter gewähren bei größeren Abnahmemengen oft günstigere Konditionen pro Killowattstunde.
  • Die Fixkosten wie Grundgebühren oder Zählerkosten verteilen sich auf eine größere Strommenge, wodurch der Durchschnittspreis pro kWh sinkt.
  • Für Großverbraucher gibt es oft maßgeschneiderte Tarife, die auf deren spezifische Verbrauchsmuster zugeschnitten sind und dadurch Kostenvorteile bieten.

Ein weiterer Sparfaktor ist aktuell die niedrige Stromsteuer fürs Gewerbe. Die Bundesregierung hat im Zuge des Strompreispakets die Stromsteuer für 2024 und 2025 für alle Unternehmen des produzierenden Gewerbes auf 0,05 Cent pro Kilowattstunde gesenkt. Mit einem Gewerbestromtarif für Ihr Gewerbe profitieren Sie daher aktuell von besonders günstigen Preisen.

Die technische Grenze: SLP vs. RLM

Für die Einstufung und Tarifgestaltung ist die Art der Verbrauchsmessung entscheidend. Hierbei gilt es, eine strikte Grenze zu ziehen:

  • Standardlastprofil (SLP): Die meisten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Arztpraxen, Kanzleien und Gastronomiebetriebe fallen in diese Kategorie. Der Energiebedarf wird über ein standardisiertes Profil geschätzt und einmal im Jahr per Zählerstand abgerechnet. Die magische Grenze liegt hier in der Regel bei 100.000 kWh pro Jahr.
  • Registrierende Leistungsmessung (RLM): Liegt der Verbrauch über dieser Grenze, handelt es sich per Definition nicht mehr um klassisches Gewerbe, sondern um Großabnehmer. Für diese Betriebe ist ein spezieller Industriestrom-Vergleich notwendig, bei dem der Stromverbrauch über spezielle Zähler alle 15 Minuten erfasst und individuell mit dem Versorger verhandelt wird.
Merkmal Privatstrom Gewerbestrom (SLP) Industriestrom (RLM)
Jahresverbrauch < 10.000 kWh 10.000 – 100.000 kWh > 100.000 kWh
Messart Standard-Zähler Standardlastprofil (SLP) Registrierende Leistungsmessung
Preiszusammensetzung Fixer Arbeitspreis Günstigerer Arbeitspreis Börsenorientiert / Individualpreise
Steuervorteile Nein Vorsteuerabzug möglich Häufige Entlastungen/Umlagen
Zielgruppe Haushalte Büros, Gastro, Praxen Fabriken, Rechenzentren
  • Privater Haushaltsstrom

    Bis 10.000 kWh. Stromtarife für Ihren Haushalt.

  • Gewerbestrom

    Ab 10.000 kWh Jahresverbrauch. Spezielle Stromtarife für Ihr Unternehmen.

  • Industriestrom

    Ab 100.000 kWh Jahresverbrauch. Stromtarife mit Sonderkonditionen für Ihr Großunternehmen.

Strompreis für Gewerbe: Analyse der Kostenbestandteile

Warum ist der Strompreis pro Kilowattstunde oft günstiger als für Privatkunden? Das Geheimnis liegt in der Zusammensetzung des Strompreises. Während Privatkunden den vollen Satz an Steuern, Umlagen und staatlichen Abgaben zahlen, können Unternehmen von spürbaren Entlastungen profitieren.

Der Gewerbestrompreis setzt sich im Wesentlichen aus drei Säulen zusammen:

  • Beschaffung und Vertrieb: Der Preis, zu dem der Anbieter den Strom an der Strombörse einkauft.
  • Netznutzungsentgelte: Die Gebühren für den Transport des Stroms durch die regionalen Netze.
  • Steuern, Abgaben und Umlagen: Staatliche Komponenten wie die Stromsteuer oder die Konzessionsabgabe.

Unternehmen haben hier zwei unschlagbare Vorteile: Sie sind in der Regel vorsteuerabzugsberechtigt, weshalb in Gewerbe-Vergleichen immer Nettopreise ausgewiesen werden. Zudem sinken bei hohem, kontinuierlichem Strombedarf die Netzentgelte pro verbrauchter Kilowattstunde.

Unser Experten-Tipp:

Achten Sie beim Tarifvergleich penibel auf die Art der Preisgarantie. Viele vermeintlich günstige Angebote beinhalten nur eine eingeschränkte Preisgarantie. Das bedeutet: Steigt die staatliche Stromsteuer oder ändern sich die regionalen Netzentgelte, erhöht sich trotz Garantie der Gesamtpreis. Suchen Sie gezielt nach Tarifen mit einer vollständigen Netto-Preisgarantie, um maximale Planungssicherheit für Ihr Budget zu haben.

Kann ich als Gewerbe regulären Haushaltsstrom beziehen?

Als Gewerbe ist es möglich, regulären Haushaltsstrom zu beziehen, insbesondere wenn der Stromverbrauch nicht wesentlich höher ist als der eines durchschnittlichen Haushalts. In solchen Fällen können Sie zwischen Privat- und Gewerbestromtarifen wählen. Gewerbestromtarife können jedoch spezielle Vorteile bieten, wie niedrigere Steuern und Umlagen. Für kleinere Betriebe, die ähnlich wie Privathaushalte behandelt werden, erfolgt die Abrechnung oft pauschal mit einem monatlichen Abschlag, der am Jahresende angepasst wird. Wenn Ihr Verbrauch gering ist, kann ein regulärer Haushaltsstromtarif ausreichend sein, aber es lohnt sich, die verfügbaren Tarifangebote in einem Stromrechner zu vergleichen.

Stromtarifberatung für Gewerbe- und Großkunden

Sie sind sich nicht sicher, welcher Stromtarif am besten zu Ihrem Unternehmen passt oder möchten mehr über die Möglichkeiten zur Optimierung Ihres Stromverbrauchs erfahren? Unsere Experten helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie individuell, um Ihre spezifischen Anforderungen zu verstehen und die besten Lösungen für Ihr Unternehmen zu finden. Kontaktieren Sie uns noch heute und vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Sie erreichen uns telefonisch unter 0341 39373 603 oder Sie nutzen unser Kontaktformular für Großkunden.

So setzt sich der Strompreis fürs Gewerbe zusammen

Der Anteil der Stromerzeugung am Gewerbestrompreis liegt bei 41,7 %. Die Stromsteuer macht 8,2 % aus. Der Anteil der Stromerzeugung hat sich gegenüber dem Vorjahr wahrscheinlich erhöht, was die größte Komponente ist. Für den typischen Nutzer ist die Reduzierung der Stromsteuer empfehlenswert, da sie nur 8,2 % beträgt. Gewerbekunden mit hohem Verbrauch sollten auf niedrige Netzentgelte achten, da diese 38,0 % ausmachen.

↓ Messdaten & Methodik

Branchenspezifische Lösungen: Ihr Gewerbestrom im Blick

Jedes Unternehmen tickt anders und das gilt ganz besonders für den alltäglichen Energieverbrauch. Während in einer traditionellen Bäckerei die Öfen glühen, läuft in einer modernen Arztpraxis die empfindliche Medizintechnik im permanenten Dauerbetrieb. Um den optimalen Anbieter wählen zu können, müssen Sie die spezifischen Verbrauchsmuster Ihrer Branche genau kennen.

Branche Typischer Verbrauch (p.a.) Haupt-Verbraucher Strategischer Spar-Tipp
Bäckerei 40.000 – 150.000 kWh Backöfen, Kühlung Lastspitzen-Management
Gastronomie 20.000 – 80.000 kWh Herde, Lüftung, Kühlung Effiziente Abzugssysteme
Arztpraxis 5.000 – 15.000 kWh IT, Medizintechnik, Licht LED-Umrüstung & Standby-Optimierung
Friseur 4.000 – 12.000 kWh Warmwasser, Föhne Solar-Thermie / Durchlauferhitzer-Check
Einzelhandel 10.000 – 50.000 kWh Beleuchtung, Klima Smarte Lichtsteuerung

1. Gastronomie: Kühlung und Lüftung im Fokus

In Restaurants, Cafés und Großküchen laufen Herde, Spülmaschinen und vor allem die Kühlung oft rund um die Uhr ohne Unterbrechung. Diese konstante Grundlast sorgt in Kombination mit den extremen Spitzenzeiten während des Mittags- und Abendgeschäfts für enorm hohe Energiekosten. Wer hier nicht aufpasst, zahlt durch ineffiziente Altgeräte Jahr für Jahr bares Geld drauf.

Spar-Hebel: Achten Sie beim Strompreisvergleich gezielt auf Tarife mit stabilen Arbeitspreisen und nutzen Sie moderne Kühltechnik sowie effiziente Abzugssysteme, um teure Lastspitzen effektiv abzufangen.

2. Hotels und Unterkünfte: Effizienz im 24/7-Betrieb

Hotels schlafen nie und verbrauchen dementsprechend zu jeder Tages- und Nachtzeit Energie. Der Bedarf für die Beleuchtung von Fluren, den Betrieb von Heizungs- und Belüftungsanlagen sowie für großzügige Wellnessbereiche ist gigantisch. Die Herausforderung besteht darin, die Grundlast zu senken, während der Gast davon absolut nichts bemerken darf.

Spar-Hebel: Prüfen Sie genau, ob sich aufgrund des konstanten Nachtverbrauchs ein Tarif mit Hoch- und Niedertarifzeiten (HT/NT) und einem entsprechenden Zweitarifzähler für Ihren Beherbergungsbetrieb finanziell lohnt.

3. Landwirtschaft: Melktechnik und Eigenverbrauch

Landwirtschaftliche Betriebe und Agrargenossenschaften sind durch sehr unregelmäßige Verbrauchsmuster mit extremen Peaks am frühen Morgen und am späten Abend geprägt. Großverbraucher wie Melkanlagen, Lüftungen in Stallungen oder automatische Fütterungssysteme fordern das Stromnetz zu spezifischen Uhrzeiten massiv heraus. Gleichzeitig bieten die meist großen Dachflächen von Scheunen ein enormes Potenzial für die eigene Energiewende.

Spar-Hebel: Ein günstiger Strom für Landwirte lässt sich am besten realisieren, wenn der Netzbezug mit einer eigenen Photovoltaikanlage kombiniert wird, um den teuren Spitzenbedarf direkt vom eigenen Dach zu decken.

4. Büros und Verwaltung: IT-Infrastruktur und Klimatisierung

In klassischen Bürogebäuden und Verwaltungen konzentriert sich der Stromverbrauch sehr exakt auf die Kernarbeitszeiten tagsüber. Die größten Treiber für die Stromrechnung sind hierbei die Serverstrukturen, hunderte PCs, die dauerhafte Beleuchtung sowie im Sommer die intensive Klimatisierung der Räume. Da der Verbrauch am Wochenende fast gegen null sinkt, ist das Lastprofil extrem planbar.

Spar-Hebel: Nutzen Sie diese hervorragende Planbarkeit aus und sichern Sie sich über einen gründlichen Gewerbestrom-Vergleich klassische Festpreistarife mit einer langen Laufzeit von 12 bis 24 Monaten für maximale Budgetstabilität.

5. Arztpraxen und Kliniken: Sensible Geräte und Ausfallsicherheit

Für Mediziner, Therapeuten und Labore steht die absolute und lückenlose Versorgungssicherheit an oberster Stelle. Hochmoderne Diagnostikgeräte, sensible Laborrechner und die permanente Kühlung von Medikamenten oder Impfstoffen dürfen keine einzige Sekunde ohne Energie sein. Gleichzeitig sorgt der medizinische Gerätepark für einen kontinuierlich hohen und kostspieligen Strombedarf während der Sprechzeiten.

Spar-Hebel: Wählen Sie einen Energieanbieter mit exzellentem Service-Level und nutzen Sie den Stromanbieter-Preisvergleich, um Tarife zu finden, die trotz hoher Absicherung der Liefergarantie faire Konditionen bieten.

6. Bäckereien: Das Problem mit den morgendlichen Lastspitzen

Bäckereibetriebe stehen energetisch vor einer der härtesten Herausforderungen im gesamten Gewerbesektor. Wenn mitten in der Nacht um 3 Uhr alle energieintensiven Backöfen gleichzeitig hochgeheizt werden, schnellt der Strombedarf in astronomische Höhen. Viele Energieversorger messen diese kurzzeitige Höchstleistung genau und berechnen diese sogenannte Spitzenlast extrem teuer.

Spar-Hebel: Nutzen Sie im Betrieb ein intelligentes, zeitversetztes Lastmanagement beim Einschalten der Öfen und suchen Sie gezielt nach Gewerbetarifen, die gegenüber kurzzeitigen Peaks tolerant und flexibel kalkuliert sind.

7. Friseure und Beauty: Warmwasseraufbereitung als Kostentreiber

In einem Friseursalon oder Kosmetikstudio wird den gesamten Arbeitstag über ununterbrochen Energie benötigt. Waschbecken für die Haarwäsche, dutzende Föhne, Trockenhauben und Waschmaschinen für die Handtücher laufen im Akkord. Die ständige Bereitstellung von warmem Wasser ist hierbei der unangefochtene Preistreiber Nummer eins.

Spar-Hebel: Da Kunden im Beauty- und Wellnesssegment sehr stark auf Nachhaltigkeit achten, lohnt sich hier der Wechsel zu einem echten Ökotarif, um günstigen Strom mit einem grünen Image-Gewinn für das eigene Marketing zu verbinden.

8. Fitnessstudios: Dauerbetrieb von Sauna und Lüftung

Ein modernes Fitnessstudio gleicht energetisch einem industriellen Großverbraucher im Kleinformat. Damit Trainierende optimale Bedingungen vorfinden, müssen Lüftungs- und Klimaanlagen rund um die Uhr gigantische Luftmengen umwälzen. Kommt dann noch der stundenlange Betrieb einer finnischen Sauna im Wellnessbereich hinzu, schießt die jährliche Kilowattstunden-Zahl rasant nach oben.

Spar-Hebel: Wegen dieses kontinuierlich hohen Verbrauchs über das gesamte Jahr hinweg ist ein niedriger Arbeitspreis pro Kilowattstunde (kWh) für Ihr Studio weitaus entscheidender als eine geringe monatliche Grundgebühr.

9. Einzelhandel: Point of Sale und Schaufensterbeleuchtung

Egal ob gut besuchter Supermarkt, Elektronikfachgeschäft oder kleine Modeboutique: Der Point of Sale muss für Kunden attraktiv wirken. Eine helle, einladende Verkaufsraum- und Schaufensterbeleuchtung, moderne Kassensysteme sowie gegebenenfalls offene Kühlregale fressen während der Ladenöffnungszeiten ununterbrochen Strom. Das Budget wird hierdurch monatlich stark strapaziert.

Spar-Hebel: Paaren Sie die technische Umstellung auf moderne LED-Systeme mit einem regelmäßigen Stromtarif-Vergleich, um von Anbietern zu profitieren, die spezielle Rabatte für Filialisten oder Gewerbeflächen anbieten.

10. Zukunftsthema E-Mobilität: Fuhrpark und Ladeinfrastruktur

Immer mehr Unternehmen stellen ihre internen Dienstwagen und Lieferfahrzeuge auf zukunftsfähige Elektrofahrzeuge um. Wer zusätzlich seinen Kunden oder Mitarbeitern Ladesäulen auf dem eigenen Betriebsgelände anbietet, schafft ein völlig neues, dynamisches Verbrauchsprofil. Das Laden mehrerer Fahrzeuge zur gleichen Zeit kann das betriebliche Stromnetz ohne intelligentes Management schnell überlasten.

Spar-Hebel: Wenn Sie eine Ladeinfrastruktur aufbauen, vergleichen Sie gezielt Tarife, die mit intelligenten Wallboxen harmonieren, um Kosten für Gewerbestrom durch gesteuertes Laden in den günstigeren Abendstunden effektiv zu minimieren.

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Voraussetzungen für Gewerbestrom

Um einen Gewerbestromvertrag abzuschließen, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Gewerbeanmeldung: Sie müssen ein angemeldetes Gewerbe betreiben, um als Gewerbekunde Strom beziehen zu können.
  • Stromanschluss: Ein gültiger Stromanschluss ist erforderlich, um Gewerbestrom zu beziehen.
  • Mindestverbrauch: Für gewöhnlich können Sie ab einem jährlichen Verbrauch von 10.000 kWh Gewerbestrom beziehen.
  • Zählerart: Je nach Verbrauch und Tarifmodell kann ein Ein- oder Zweitarifzähler notwendig sein.

Wenn Sie ein Gewerbe betreiben, Freiberufler oder ein Verein oder Verband sind und einen höheren Stromverbrauch haben, lohnt es sich in der Regel, einen Gewerbestromtarif zu haben. Falls Sie unsicher sind, ob Ihr Beruf eine freiberufliche Tätigkeit ist, können Sie dies in § 18 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nachlesen.

Wie viel kostet Strom für ein Gewerbe?

Der Preis für Gewerbekunden lag 2025 bei etwa 27,49 Cent pro kWh, während die Industriepreise bei 16,65 Cent lagen. Die Preise für Gewerbekunden haben sich im Jahresvergleich kaum verändert, was für stabile Tarifkonditionen spricht. Für Unternehmen mit großem Energieverbrauch bietet sich ein Tarif um die 27 Cent an. Die zweite Metrik zeigt einen signifikanten Anstieg bei Industriekunden im Jahr 2022, was Anlagen mit speziellen Anforderungen betrifft.

↓ Messdaten & Methodik

Ökostrom fürs Gewerbe

Immer mehr Unternehmen setzen auf umweltfreundliche Energiequellen und entscheiden sich für Ökostrom. Dieser Strom wird ausschließlich aus erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie oder Biomasse erzeugt. Damit auch Ihr Gewerbe klimafreundlichen Ökostrom verbraucht können Sie ganz einfach in unserem Strompreisvergleich nach Ökostromtarifen filtern. Nachdem Sie Ihre Postleitzahl und Ihren Verbrauch eingegeben haben, können Sie die Ergebnisse filtern und sich nur Ökostromtarife anzeigen lassen.

Stromanbieterwechsel für Gewerbekunden: So gehen Sie vor

Der Wechsel des Anbieters ist beim Gewerbestrom genauso unkompliziert wie im privaten Bereich. Es gibt keine technischen Risiken. Die gesetzliche Pflicht zur lückenlosen Stromversorgung in Deutschland sorgt dafür, dass zu keinem Zeitpunkt das Licht ausgeht oder Maschinen stillstehen.

Gehen Sie beim Wechsel einfach in drei Schritten vor:

  • Verbrauch ermitteln: Werfen Sie einen Blick auf die letzte Jahresabrechnung, um Ihren exakten Verbrauch in kWh und Ihre aktuelle Kündigungsfrist zu kennen.
  • Vergleich nutzen: Tragen Sie Ihre Postleitzahl und den Verbrauch in unseren Rechner ein. Filtern Sie gezielt nach Laufzeiten und Preisgarantien.
  • Online abschließen: Haben Sie den passenden Tarif gefunden? Der neue Anbieter übernimmt in der Regel alle Formalitäten, inklusive der Kündigung beim alten Versorger.
Vertragskomponente Priorität Strategische Bedeutung Worauf Sie achten müssen
Energetische Preisgarantie Sehr hoch Sichert die Kalkulationsbasis für die laufende Budgetperiode. Bevorzugen Sie eine „vollständige Netto-Preisgarantie“. Die eingeschränkte Variante schließt Netzentgelte oft aus.
Erstvertragslaufzeit Hoch Regelt die Flexibilität, auf fallende Marktpreise zu reagieren. Maximal 12 Monate für hohe Flexibilität wählen. 24 Monate lohnen sich nur bei einem extrem niedrigen Preisniveau.
Kündigungsfrist Hoch Verhindert die automatische Verlängerung in teure Anschlusstarife. Im Gewerbebereich sind 6 Wochen bis 3 Monate üblich. Termin unbedingt im Kalender notieren.
Neukunden- und Sofortboni Mittel Reduziert die effektiven Gesamtkosten im ersten Vertragsjahr. Prüfen Sie die Bindung an Mindestlaufzeiten und kalkulieren Sie die Stromkosten für das zweite Jahr ohne Bonus.
Ökostrom-Zertifizierung Mittel Relevant für grünes Marketing und die Erfüllung von ESG-Kriterien. Auf anerkannte Nachweise (z. B. TÜV Süd oder Grüner Strom Label) achten, damit der Tarif auditierungssicher ist.

FAQ zu Gewerbestrom: Experten-Antworten auf Ihre Fragen

Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Gewerbestrom. Die Informationen helfen Ihnen bei der Orientierung und Tarifauswahl.

Allgemeine Fragen zum Thema Gewerbestrom

Spezifische Fragen zu variablem Branchen-Gewerbestrom

Alexander Schmiel

Alexander Schmiel


Als Experte für Strom und Gas behält Alexander die aktuellen Nachrichten und Entwicklungen zu Energie-Themen im Blick. Daraus leitet er bei PREISVERGLEICH.de wertvolle Tipps und Einordnungen der Marktlage für Nutzerinnen und Nutzer ab.

Rohdaten

Preisbestandteil Werte in %
Stromerzeugung 41.7
Netzentgelte 38
Stromsteuer 8.2
Weitere Abgaben 12.1

Rohdaten

Jahr Kunden-Klassifikation Cent pro kWh
2013 Gewerbekunden 26.74
2013 Industriekunden 15.11
2013 Haushaltskunden 28.84
2014 Gewerbekunden 21.86
2014 Industriekunden 15.32
2014 Haushaltskunden 29.14
2015 Gewerbekunden 21.47
2015 Industriekunden 15.23
2015 Haushaltskunden 28.7
2016 Gewerbekunden 21.2
2016 Industriekunden 15.55
2016 Haushaltskunden 28.8
2017 Gewerbekunden 21.7
2017 Industriekunden 17.07
2017 Haushaltskunden 29.28
2018 Gewerbekunden 21.56
2018 Industriekunden 17.96
2018 Haushaltskunden 29.47
2019 Gewerbekunden 22.22
2019 Industriekunden 18.43
2019 Haushaltskunden 30.46
2020 Gewerbekunden 23.03
2020 Industriekunden 17.76
2020 Haushaltskunden 31.81
2021 Gewerbekunden 23.23
2021 Industriekunden 21.38
2021 Haushaltskunden 32.16
2022 Gewerbekunden 25.65
2022 Industriekunden 43.2
2022 Haushaltskunden 37.91
2023 Gewerbekunden 33.06
2023 Industriekunden 24.46
2023 Haushaltskunden 45.73
2024 Gewerbekunden 27.49
2024 Industriekunden 16.65
2024 Haushaltskunden 34.9

Quelle: Bundesnetzagentur | Stromreport

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