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Kostenpunkt Energiewende: Wird die EEG-Umlage jetzt gedeckelt?

17.10.2016

Bild EEG-UmlageDie Energiewende scheint zu einem echten Pulverfass zu werden, was ihre Kosten angeht. Um langfristig Strom aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen, muss der Netzausbau weiter vorangetrieben werden. Einen Großteil der Kosten tragen die Verbraucher durch die EEG-Umlage, doch die wird immer teurer. Um die Belastungen für die Bürger und Unternehmen im Rahmen zu halten, wollen Bayern und Nordrhein-Westfalen den Betrag für die Umlage für Ökostrom deckeln. Das würde jedoch bedeuten, dass die Umlage nicht nur günstiger wird, sie müsste auch länger gezahlt werden. PREISVERGLEICH.de berichtet.

Berlin – Bayern und Nordrhein-Westfalen wollen die steigenden Kosten der Energiewende mit einem Fonds unter Kontrolle bringen. Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und ihr Düsseldorfer Amtskollege Garrelt Duin (SPD) wollen die EEG-Umlage auf höchstens 6,5 Cent pro Kilowattstunde deckeln, wie beide am Freitag in Berlin sagten. Für Bürger und Unternehmen wäre allerdings die Folge, dass sie die EEG-Umlage wesentlich länger zahlen müssten.

EEG-Umlage steigt erneut

Erreicht werden soll die Deckelung mit Hilfe eines kreditfinanzierten «Streckungsfonds». Die beiden größten Bundesländer reagieren damit auf den wachsenden Ärger der deutschen Industrie über die Kosten der Energiewende. Am Freitag hatten die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW mitgeteilt, dass die sogenannte Ökostrom-Umlage 2017 von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde steigen wird.

Streckungsfonds für Ökostrom-Umlage

Das vom Münchner ifo-Institut durchgerechnete Modell zur Streckung sieht vor, einen Teil der Milliardenkosten für die Ökostrom-Subventionen bis 2028 durch Kredite zu bezahlen. Nach 2028 werden die Kosten der EEG-Umlage voraussichtlich wieder unter 6,5 Cent sinken, weil die Zuschüsse für die Betreiber von Ökostrom-Anlagen auf 20 Jahre befristet sind. Dennoch sollen Bürger und Unternehmen anschließend noch viele Jahre die 6,5 Cent weiterzahlen. Und mit den so erzielten Einnahmen soll dann der Streckungsfonds seine Kredite wieder abzahlen.

Hier wird die EEG-Umlage einfach erklärt:

Quelle: YouTube/Stadtwerke München

Text: dpa/pvg

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