PREISVERGLEICH.de
Strom-Hotline Ortstarif, Mobilfunk abweichend
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr

0341 39 37 37 37
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
Bekannt aus dem TV!

AKW-Schock: Sicherheitschecks nur vorgetäuscht

18.04.2016

Foto Wie sicher sind deutsche AKWs?Eigentlich gelten die deutschen Atomkraftwerke als sicher. Doch wie nun bekannt wurde, sind viele Sicherheitskontrollen in mehreren AKWs gar nicht durchgeführt, sondern nur vorgetäuscht worden. Betroffen sind die Reaktoren in Philippsburg und Biblis. Welche Konsequenzen wird es jetzt geben?

Stuttgart/Wiesbaden – Der Fall der vorgetäuschten Sicherheitskontrollen im Atomkraftwerk Philippsburg II muss nach Auffassung von Politikern und Umweltverbänden Konsequenzen haben. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) kündigte an, jetzt auch das zweite im Land noch betriebene Atomkraftwerk Neckarwestheim II unter die Lupe zu nehmen.

Unfassbarer Kontrollskandal

Am Mittwoch (13. April) war bekanntgeworden, dass in Philippsburg ein Mitarbeiter eine regelmäßige Prüfung an einem Störfallmonitor zwar dokumentiert, tatsächlich aber nicht durchgeführt hatte. Das Umweltministerium als Aufsichtsbehörde kündigte eine Anordnung an, die das Wiederanfahren der Anlage untersagt. Dazu findet eine gesetzlich vorgeschriebene Anhörung statt.

Seit dem 8. April ist das Atomkraftwerk wegen einer Revision nicht am Netz. Unter anderem werden Brennstäbe gewechselt und Instandhaltungsarbeiten ausgeführt. Als geplanten Termin für das Wiederanfahren nannte der Betreiber EnBW den 14. Mai. Block II soll noch bis spätestens Ende 2019 laufen, Block I wurde 2011 abgeschaltet.

Schwerer Sicherheitsmangel im AKW

Die Grünen-Atomexpertin Sylvia Kotting-Uhl forderte die Bundesatomaufsicht auf, sich des Falls anzunehmen. Vor allem müsse analysiert werden, ob es Lücken im Regelwerk gebe, die eine Vortäuschung von Prüfungen ermöglichten, teilte die Bundestagsabgeordnete mit. Auch müsse geklärt werden, ob es in anderen Atomkraftwerken ähnliche Fälle gegeben habe.

Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital sprach nach dem Vorfall in Philippsburg von einem schweren Mangel in der Sicherheit. Das Atomkraftwerk sei schon früher wegen ähnlicher Pannen negativ aufgefallen. Jetzt müsse man über eine endgültige Abschaltung früher als geplant nachdenken.

Fehlende Prüfung auch im AKW Biblis

Laut Umweltminister Untersteller sind nach dem am 5. April aufgedeckten Fall bei 450 Sicherheitsprüfungen weitere sieben Fälle aufgefallen. Stets sei derselbe Mitarbeiter eines zwei- bis dreiköpfigen Prüfteams verwickelt gewesen. Seines Wissens nach sei es das erste Mal, dass eine vorgeschriebene Prüfung in einem deutschen Kernkraftwerk offenbar bewusst vorgetäuscht wurde.

Anschließend wurde jedoch bekannt, dass auch ein für den Strahlenschutz zuständiger Mitarbeiter des Atomkraftwerks Biblis in Hessen 2014 und 2015 Sicherheitsprüfungen an Messgeräten vorgetäuscht hat. Weil die Dokumentation der vermeintlichen Prüfergebnisse auffällig gewesen sei, hätten der Kraftwerkbetreiber und das Umweltministerium nach weiteren Recherchen den Fall aufdecken können, teilte das Ministerium am Donnerstag (14. April) in Wiesbaden mit. Der Fall sei nach der Stilllegung des AKWs erfolgt.

Aktuelle Informationen über das älteste Atomkraftwerk der Welt liefert das folgende Video:

Quelle: YouTube/euronews (deutsch)

Text: dpa/pvg
Bild: dpa

Empfehlen
Google+
Twittern
TÜV Saarland - Note GUT (1,6)
TÜV geprüfte Service Qualität
von PREISVERGLEICH.de

Sie benötigen Hilfe?  

Tel.: Strom-Hotline

Ortstarif, Mobilfunk abweichend
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr

0341 39 37 37 37

Ihre Vorteile  

  • bis zu 70% Stromkosten senken
  • 12.000 Stromtarife im Vergleich
  • kostenlos online wechseln und sparen
  • Individuelle Telefonberatung

Unsere Standards  

Kundenbewertung 

6244 Bewertungen ergaben
4.58 von 5.00 möglichen Sternen.
Inhalte | Kontakt | Presse | Magazin | Partnerprogramm | Shops | Werben | Datenschutz | AGB | Impressum PREISVERGLEICH.de bei Facebook PREISVERGLEICH.de bei Google Plus PREISVERGLEICH.de bei Twitter

© 2017 by PREISVERGLEICH.de - Alle Rechte vorbehalten.