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Energiewende: Warum nun auch RWE geteilt wird

03.12.2015

Foto RWE steht vor grundlegendem WandelDer RWE-Konzern steht ähnlich wie zuvor der Branchenprimus Eon vor einer Aufspaltung seiner Aktivitäten in zwei Teile: Eine grundlegende Neuausrichtung der Geschäftsfelder soll die Essener wieder in die Spur bringen. Der Vorstand will eine mächtige „grüne“ Tochter schaffen – und die Mutter behält den Rest.

Essen – Die Energiewende zwingt RWE zu einem radikalen Schnitt. Genau ein Jahr nach dem Erzrivalen Eon gibt nun auch der zweitgrößte deutsche Energiekonzern sein jahrzehntealtes Geschäftsmodell auf. Künftig trennen die Essener das Zukunftsgeschäft von der klassischen Stromerzeugung aus großen Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken. Vorstandschef Peter Terium wirbt eindringlich um Zustimmung, er spricht von einem logischen und großen strategischen Schritt.

RWE hofft auf Investoren

Mit dem geplanten Börsengang der Zukunftsgeschäfte rund um Ökostrom, Netze und Energievertrieb soll die „grüne“ Sparte neue finanzielle Spielräume für das erhoffte Wachstum erhalten. „Wir öffnen eine neue Tür zum Kapitalmarkt“, sagte Terium am Dienstag (1. Dezember). Bislang waren ihm dabei die Hände gebunden. Denn ausländische Investoren waren zuletzt kaum noch gewillt, dem Versorger Geld zu leihen. Grund sind die hohen Unsicherheiten über die künftigen Weichenstellungen in der Energiepolitik und die tatsächlichen Kosten für den Atomausstieg.

Auch eine Kapitalerhöhung des Hauptkonzerns wäre kaum machbar gewesen. Denn dabei hätten die mächtigen kommunalen Aktionäre vor allem aus Nordrhein-Westfalen angesichts leerer öffentlicher Kassen kaum mitziehen können. Sie halten derzeit fast ein Viertel der Anteile an RWE, dieser Anteil wäre aufgeweicht worden.

Große Kraftwerke rechnen sich nicht mehr

„Wir zerschlagen den gordischen Knoten“, bejubelte Terium seinen Umbauplan. Lange hatte RWE abgewartet. Während Eon bereits seine Aufspaltung vorantrieb, versuchte RWE, als Ganzes durch die Energiewende zu kommen – nach der Maxime: Ein Angebot aus einer Hand von der Erzeugung, über die Verteilnetze und den Handel bis zum Vertrieb. Doch dieses Geschäftsmodell, das über Jahrzehnte stabile Milliardengewinne abwarf, ist längst erodiert.

Vor allem lohnt sich der Betrieb der Großkraftwerke immer weniger. Sie sind zu einem regelrechten Klotz am Bein geworden. Das liegt auch daran, dass der Konzern immer noch auf 26 Milliarden Euro Schulden sitzt. Damit fehlte bislang das Geld, um in die neue Energiewelt zu investieren.

Was wird aus den Atom-Altlasten?

Nun soll alles besser werden. Terium preist ausgiebig die Vorteile der neuen Tochter. Dazu gehöre eben auch, dass „grüne“ und innovative Versorger bei Anlegern derzeit viel höher im Kurs stünden. Davon will RWE nun profitieren. Und der Konzern sieht für die neue Tochter einen großen Vorteil gegenüber Eon – sie wird frei sein von den derzeit kaum kalkulierenden Atom-Altlasten.

Ohnehin legt Terium großen Wert darauf, nicht mit der Konkurrenz in einen Topf geworfen zu werden. Für den RWE-Plan gebe es keine Blaupausen. „Wir haben nichts kopiert, wir haben nichts abgeschaut. Wir gehen unseren eigenen Weg“, beteuert er.

Eon hatte sein Atomgeschäft ursprünglich mitsamt den übrigen konventionellen Kraftwerken in die neue Gesellschaft Uniper ausgliedern wollen. Doch die Politik schob einen Riegel vor. Sie fürchtete, Eon wollte aus der Verantwortung für die Kosten des Atomausstiegs stehlen. Nun soll die Atomenergie bei Eon zusammen mit dem Zukunftsgeschäft im Hauptkonzern bleiben. Diese Diskussion um die Altlasten will sich RWE mit seinem Modell ersparen. „Wir stehen zu unserer Verantwortung für das Auslaufen der Kernkraft“, sagte Terium.

Mehr Informationen zum Thema gibt es im folgenden Video:

Quelle: YouTube/dpa-AFX

Text: dpa/pvg
Bild: dpa

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