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Öko- oder Atomstrom: Südafrika und die Energiewende

15.10.2015

Foto Südafrika plant eine Energiewende nach deutschem VorbildSonne bis zum Abwinken: Südafrika ist prädestiniert für Solarenergie. An den Küsten weht es zudem kräftig genug für den profitablen Betrieb von Windkraftanlagen. Doch der Kap-Staat flirtet mit der Atomkraft. Experten werben dagegen für eine Energiewende nach deutschem Vorbild.

Johannesburg – Wenige Wochen vor dem Weltklimagipfel in Paris zeichnen sich in Afrikas Süden wichtige Weichenstellungen ab. Nach einer der schwersten Energiekrisen seit seiner demokratischen Wende 1994 plant Südafrika eine Neuausrichtung seiner bisher stark von der Kohle dominierten Stromproduktion. Die Regierung setzt auf einen Mix aus Gas und alternativen Energien – aber auch auf Atomkraftwerke. Nach den Plänen sollen zwischen 2023 und 2030 sechs bis acht AKWs mit einer Gesamtleistung von 9.600 Megawatt (MW) gebaut werden.

Vorbild Deutschland?

Ein ranghohes Gremium des regierenden Afrikanischen National- Kongresses (ANC) bestätigte diese Pläne gerade, forderte aber eine erneute Kosten-Nutzen-Analyse. Denn sie stoßen auf scharfen Protest von Greenpeace und anderen Umweltschützern. In Kapstadt, wo Afrikas einziges Kernkraftwerk Koeberg in Sichtweite liegt, warben sie vergangene Woche bei einer internationalen Konferenz für eine Art Energiewende nach deutschem Muster.

„Afrikas Energienachfrage ist vom Jahr 2000 bis 2012 um rund 45 Prozent gestiegen; es wird geschätzt, dass Afrikas Energiesektor bis 2040 auf dem Kontinent 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen kann“, sagte der deutsche Botschafter Walter Lindner bei der Eröffnung der von der Bundesrepublik mitfinanzierten Konferenz. Und die Branche dringt auf deutlich mehr Tempo.

Zugang zu Strom wächst

Ein zeitgleich veröffentlichter Bericht der Internationalen Agentur für Alternative Energien (IRENA) kommt zu dem Schluss: Immer preisgünstigere alternative Energieträger könnten bis zum Jahr 2030 rund 50 Prozent von Afrikas Energiebedarf decken. Das wäre ein Vielfaches im Vergleich zu heute, wo Wind-, Sonnen- und Wasserkraft etwa in Südafrika gerade mal auf einen Anteil von fünf Prozent kommen. Dort ist der Zugang zu Strom von 30 Prozent beim Ende der Apartheid auf heute immerhin beachtliche 80 Prozent gestiegen.

Auch Südafrikas Energieministerin Tina Joemat-Pettersson sprach sich auf der Konferenz in Kapstadt für einen Ausbau der alternativen Energien aus. Doch sie fährt einen gewagten Schlingerkurs: im Parlament hatte sie noch Anfang September laut Medienberichten erklärt, dass Kohle- und Atomstrom wegen ihrer geringeren Kosten quasi Solarstrom subventionieren würden. Zudem sei Solarstrom nur zu 50 Prozent, der aus Windkraft nur zu 35 Prozent verfügbar.

Private Investitionen wichtig

Doch auch sie musste in den Lobgesang auf die Investitionen privater Anbieter alternativer Energien im Lande einstimmen, die bisher 197 Milliarden Rand (13 Mrd Euro) in den Ausbau von Solar-, Windkraft- oder Biogas-Anlagen investiert haben. Bisher ist es zu rund einem Drittel ausländisches Kapital, das in den Ausbau derartiger Anlagen fließt – die MetroWind in der Ostkap-Provinz ist die einzige Windfarm des Landes, die ohne ausländische Partner von südafrikanischen Firmen errichtet wurde. Mittlerweile wurden 92 Projekte bewilligt – sie haben bis Mitte des Jahres mehr als 6.000 Mega-Watt Strom produziert und gut 19.000 Job geschaffen.

Kein Wunder, dass es zunehmend deutsche Unternehmen ans Kap drängt. Auch die Auricher Enercon GmbH – weltweit die Nummer Drei der Windkraftwelt – gehört dazu. „Enercon sieht ein großes Potenzial für die Onshore-Windenergie in Südafrika“, erklärte Enercon-Sprecher Felix Rehwald. Ursprünglich sollte das neue Südafrika-Büro des Unternehmens in der Glitzermetropole Kapstadt Mitte Oktober durch Niedersachsens Landesvater Stephan Weil (SPD) eröffnet werden.

Doch da der wegen der Flüchtlingssituation und seiner Eigenschaft als Mitglied des VW-Aufsichtsrats in der Heimat unabkömmlich ist, schickte er mit Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) seinen Stellvertreter auf die geplante Delegationsreise in die südafrikanische Ostkap-Partnerprovinz. Die Ostfriesen reagierten mit einer Verschiebung. Rehwaldt: „Der geplante Eröffnungstermin wurde aufgrund der Absage von Ministerpräsident Weil verschoben – wir beabsichtigen, die offizielle Büroeröffnung im ersten Quartal 2016 nachzuholen.“

Hintergrundinformationen zur südafrikanischen Energiepolitik liefert das folgende Video:

Quelle: YouTube/DW (Deutsch)

Text: dpa/pvg

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