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Forschungsoffensive: Rettet Kopernikus die Energiewende?

21.09.2015

Foto Kopernikus hilft bei der Energiewende„Kopernikus“ – mit dem Namen des epochalen Forschers verbindet sich eine Hunderte Millionen Euro schwere Initiative rund um die Energieversorgung der Zukunft. Falls die deutsche Energiewende funktioniert, komme viel Geld zurück, sagt die zuständige Ministerin. Was die Forschungsoffensive genau beinhaltet und wie die Ziele bis 2050 lauten – ein Abriss.

Berlin – Eine Energiewende, die trotz aller Komplikationen von den Bürgern unterstützt wird: Dieses Ziel verfolgt die Regierung mit ihrer 400 Millionen Euro teuren Forschungsoffensive der „Kopernikus-Projekte“. Das Bundesforschungsministerium startete am Donnerstag (17. September) seine nach eigenen Angaben größte, auf zehn Jahre angelegte Initiative für diesen Zukunftssektor. Wissenschaft, Industrie und Anwender sollten in zwei Förderphasen neue Energiesysteme und -konzepte so weit entwickeln, dass sie im großtechnischen Maßstab genutzt werden können, hieß es.

Energiewende – ein Exporterfolg?

„Mit dem neuen Förderkonzept stellen wir heute die Weichen dafür, damit wir 2025 ein technologisch exzellentes und wirtschaftlich wettbewerbsfähiges Energiesystem haben, das von der Gesellschaft mitgetragen wird“, sagte Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU). Bei den „Kopernikus-Projekten“ geht es unter anderem um das Speichern überschüssiger erneuerbarer Energien durch Umwandlung in andere Energieträger wie etwa Wasserstoff oder um die Entwicklung von Stromnetzen mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien.

„Die Energiewende kann ein großer Exporterfolg werden“, betonte Wanka. Doch das Projekt funktioniere nur in einem möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens, heißt es im Ministerium. Daher würden bei „Kopernikus“ auch die Sozialwissenschaften und Vertreter der Zivilgesellschaft „in besonderem Maße eingebunden, um Konzepte zu entwickeln, die mit den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an die Energiewende vereinbar sind“.

Die Ziele bis 2050

Die Projekte sind Teil eines Programms mit dem Titel „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“. Die Zielvorgaben des „Energiekonzepts 2050“ der Regierung reichen bis zum Jahr 2050: Reduktion des Primärenergieverbrauchs um 50 Prozent gegenüber 2008, Verringerung der Treibhausgas-Emissionen um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990, Ausbau erneuerbarer Energien auf 80 Prozent am Bruttostromverbrauch.

Text: dpa/pvg

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