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Geheimbericht: Verbraucher zahlen Millionen zu viel Strom

01.07.2015

Deutsche Stromverbraucher bezahlen jährlich mehrere Millionen Euro zu viel für Strom, da im Gegenzug Unternehmen von Netzkosten befreit sind, von denen kein Beitrag zur Netzstabilität zu erwarten ist.

Dass die deutschen Verbraucher jährlich um mehrere Millionen Euro zu viel für ihren Strom beraubt werden, lässt sich aus einem aktuellen Bericht der Bundesnetzagentur an das Bundeswirtschaftsministerium schließen. Über den Bericht, der unter Verschluss gehalten wird, berichtet die Frankfurter Allgemeine.

Wenig Nutzen für viel Geld

Das Blatt zitiert den „überwiegend geringen Nutzen“, welchen der Bericht der Bundesnetzagentur der geltenden Stromnetzentgeld-Verordnung bescheinigt. Dass Anreize nicht richtig gesetzt seien, heißt es im Fazit des Berichtes weiter. Hintergrund ist die Befreiung von tausenden Unternehmen von den Netzkosten (Netznutzungsentgelt). In der Summe handelt es sich um Freistellungen von 600 Millionen Euro (2014), von welchen teils auch Kaufhäuser, Kinos oder Golfplätze profitieren. – Die Sinnhaftigkeit dieser Fälle ist fragwürdig, denn der freigestellte Betrag muss von den übrigen Stromkunden zusätzlich getragen werden.

Netzagentur fordert Überarbeitung

Die bundesdeutsche Netzagentur fordert nun eine Überarbeitung der Regelungen, die eigentlich dazu dienen sollen, die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten. Wer Strom außerhalb der Hochzeit abnimmt, bekommt beispielsweise Rabatt. So müssen Kraftwerke bei einem eher konsequenten Strombedarf nicht so häufig ab- oder zugeschaltet werden. Die Entlohnung, so die Netzagentur, sei daher zwar gerechtfertigt, aber unverständlich verteilt. Es nutzen nicht nur Großverbraucher die Freistellung vom Stromnetzentgeld, sondern etwa auch Kinos oder Pflegeheime. Als Reaktion auf den Bericht heißt es nun von der Bundesregierung, man prüfe, „inwiefern und inwieweit diese Sonderregelungen optimiert werden können.“ Allerdings mit dem wenig verbesserlichen Zusatz: „Ohne dabei die bestehenden Begünstigungen zu verlieren.“

Text: pvg

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