PREISVERGLEICH.de - Preise vergleichen im unabhängigen Preisvergleich mit TÜV Note 1,7
PREISVERGLEICH.de
Strom-Hotline Ortstarif, Mobilfunk abweichend
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr

0341 39 37 37 37
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
Bekannt aus dem TV!

Energieversorgung: Können Terroristen unser Stromnetz lahmlegen?

01.07.2015

Anfang 2013 überfallen Terroristen in Algerien ein Gasfeld, nehmen Ausländer als Geiseln. Jetzt die Attacke mutmaßlicher Islamisten auf eine Industrie-Gas-Anlage bei Lyon. Die Frage, ob so etwas auch in Deutschland passieren kann, drängt sich für immer mehr Menschen auf. Und mehr noch: Sie denken verstärkt darüber nach, wie sicher eigentlich unsere Atomkraftwerke und Stromnetze sind?

Lyon/Berlin – Die unbekannten Flugobjekte kommen wie aus dem Nichts. Mehrfach überfliegen im vergangenen Jahr ferngesteuerte Drohnen französische Atomkraftwerke. Anwohner und Mitarbeiter sind verunsichert, Umweltschützer fühlen sich bestätigt, wie leicht die Meiler zu einer Zielscheibe werden könnten. Allein in Frankreich gibt es 58 Atomreaktoren an 19 Standorten.

Dann tauchen Anfang 2015 mehrere Drohnen auch im Luftraum über einem streng gesicherten Militärhafen an der Bretagneküste auf – dort sind französische Atom-U-Boote stationiert. Wer hinter den mysteriösen Überflügen steckt, ist unklar. Technikfreaks, Atom-Gegner, Journalisten, die Schwachstellen aufzeigen wollen, ausländische Geheimdienste – oder vielleicht Terroristen, die mögliche Ziele ausloten wollen?

Kraftwerke im Visier von Terroristen?

Aus mehreren Ländern liegen Berichte vor, dass Kriminelle oder Terroristen in der Vergangenheit Kernkraftwerke bedroht haben, darunter Argentinien, Russland, Litauen, Südkorea, die USA und Frankreich, wie das Öko-Institut in einer Studie dokumentiert hat. Mal waren es Sabotageversuche durch unzufriedene Mitarbeiter, Bombendrohungen oder die Ankündigung, ein Flugzeug auf ein AKW abstürzen zu lassen.

Das ist die Horrorvision: Ein großes Verkehrsflugzeug wird gezielt auf ein Kernkraftwerk gesteuert, so wie es die Al-Kaida-Terroristen am 11. September 2001 beim World Trade Center und dem Pentagon machten. Die Behörden könnten kaum reagieren: Den Abschuss eines entführten Flugzeugs mit unbeteiligten Passagieren hatte das Bundesverfassungsgericht untersagt.

Gefahr nach Atomausstieg nicht gebannt

Bei der Diskussion über den 2011 beschlossenen Atomausstieg wiesen Fachleute immer wieder auf Terror-Bedrohungen hin. Gerade bei den sieben ältesten und zuerst abgeschalteten deutschen AKW bestand die Sorge, dass das Reaktorgebäude bei einem Absturz weitgehend zerstört worden wäre.

Wenn 2022 das letzte AKW in Deutschland vom Netz geht, ist die Gefahr nach Ansicht von Greenpeace längst nicht gebannt. «Die Zwischenlager für den Atommüll werden ein riesiger Gefahrenherd bleiben», sagt Greenpeace-Experte Tobias Münchmeyer. Auch die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague sei gefährdet.

Cyber-Kriminalität im Fokus

Grundsätzlich klar ist, dass die Energieversorgung in Zeiten von Cyber- und islamistischen Terrorbedrohungen zur Achillesferse der westlichen Industrieländer werden kann. Eher nicht gemeint sind Anschläge von Einzeltätern wie nun in der Industriegase-Anlage bei Lyon, die zwar Angst und Schrecken verbreiten – aber nicht die Versorgungssicherheit berühren. Als viel gefährlicher werden Cyber-Terroristen eingeschätzt, die über das Internet Viren in die Steuerung von Stromnetzen und Großkraftwerken einschleusen könnten, um Stromausfälle («Blackouts») und Panik herbeizuführen.

Im Mai war das ein Topthema beim Treffen der Energieminister der G7-Industrieländer in Hamburg. Die immer stärkere Vernetzung von Geräten und die Umstellung auf digitale Strominfrastrukturen ist ein Problem. Gastgeber und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) betonte in Hamburg: «Intelligente Netze sind viel anfälliger für Cyber-Kriminalität.»

Wie sicher ist unser Stromnetz?

Aber ist die deutsche Energiewirtschaft wirklich gewappnet? Bislang gab es – anders als etwa bei Zwischenfällen in Atomkraftwerken – keine Meldepflicht für Cyberattacken. Das wird sich mit dem gerade vom Bundestag beschlossenen IT-Sicherheitsgesetz ändern – das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik soll «unverzüglich erhebliche Störungen» der Bundesnetzagentur melden.

Auch auf EU-Ebene gibt es Programme für ernsthafte Störungen bei der Versorgung mit Öl, Gas und Strom. Netzbetreiber sind verpflichtet, alle zwei Jahre einen Bericht vorzulegen und Sicherheitsbeauftragte für ihre Anlagen zu bestimmen.

Abzuwarten bleibt, was im Ernstfall passiert. In seinem Thriller «Blackout» hat Marc Elsberg ein Szenario aufgeschrieben, das Experten für durchaus plausibel halten: Durch die Manipulation von Stromzählern brechen an einem kalten Februartag nach und nach in Europa die Stromnetze zusammen.

Text: dpa/pvg

Empfehlen
Google+
Twittern
TÜV Saarland - Note GUT (1,6)
TÜV geprüfte Service Qualität
von PREISVERGLEICH.de

Sie benötigen Hilfe?  

Strom-Hotline

Ortstarif, Mobilfunk abweichend
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr

 0341 39 37 37 37

Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr

Ihre Vorteile  

  • bis zu 70% Stromkosten senken
  • 12.000 Stromtarife im Vergleich
  • kostenlos online wechseln und sparen
  • Individuelle Telefonberatung

Unsere Standards  

Kundenbewertung 

5744 Bewertungen ergaben
4.59 von 5.00 möglichen Sternen.
Inhalte | Kontakt | Presse | Magazin | Partnerprogramm | Shops | Werben | Datenschutz | AGB | Impressum PREISVERGLEICH.de bei Facebook PREISVERGLEICH.de bei Google Plus PREISVERGLEICH.de bei Twitter

© 2017 by PREISVERGLEICH.de - Alle Rechte vorbehalten.