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Darum zahlen Stromkunden 2015 zwei Milliarden Euro zu viel

20.10.2014

(Foto) EEG-Umlage belastet VerbraucherGerade noch veröffentlichte das Bundeswirtschaftsministerium die gute Nachricht, dass die EEG-Umlage wegen des Milliarden-Überschusses auf dem Umlagekonto im kommenden Jahr sinken soll. Und jetzt das: Die berechnete Umlage ist offenbar viel zu hoch, zurückrudern will die Politik jedoch nicht.

Strombranche berechnet geringere Umlage

Zwei Milliarden Euro – eine stattliche Summe. Wie Berechnungen der Strombranche zeigen, werden deutsche Verbraucher im kommenden Jahr dieses Geld unnötigerweise für die Stromversorgung bezahlen müssen. Die neuen Zahlen zeigen, dass die in der vergangenen Woche genehmigte EEG-Umlage viel zu hoch angesetzt ist. Ab dem 1. Januar 2015 wird die EEG-Umlage 6,17 Cent pro Kilowattstunde betragen, 0,07 Cent weniger als bisher. Der Spareffekt für die Stromkunden fällt jedoch gering aus, in vielen Fällen wird sich der Strompreis nicht oder nur in sehr geringem Umfang verringern. Das es auch anders gehen könnte, zeigen neue Berechnungen der Strombranche, nach denen die EEG-Umlage deutlich niedriger ausfallen könnte: Zwischen 5,4 und 5,8 Cent je Kilowattstunde hätte sich die Ökostromabgabe einpegeln können.

Unnötige milliardenschwere Reserve

Der Grund für die zu hoch angesetzte EEG-Umlage sorgt nun für Ärger. Wie Spiegel Online berichtet, fließt der zwei Milliarden Euro schwere Aufpreis, denn die Stromkunden 2015 zahlen müssen, zum großen Teil in eine Liquiditätsreserve der Netzbetreiber. Diese wollen mit der Reserve Kontoschwankungen im Jahresverlauf ausgleichen. Die Strombranche hält diese milliardenschwere Reserve allerdings für unnötig, denn gravierende Schwankungen des Umlagekontos schließt die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von 2013 so gut wie aus.

Imagepflege auf Kosten der Verbraucher?

Folglich vermuten die Stromunternehmen, dass die viel zu geringe Senkung der Ökostromumlage politische Gründe haben könnte. Das gut gefüllte Reservekonto könnte schließlich dazu führen, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die EEG-Umlage bis zum Jahr 2017, dem Ende der aktuellen Legislaturperiode, in kleinen Schritten senken könnte. Das wäre gut für das Image bei der nächsten Bundestagswahl, so der Vorwurf. Die Gerüchte, dass es bei der Berechnung der EEG-Umlage für 2015 eine politische Einflussnahme gab, weist das Bundeswirtschaftsministerium zurück. Für die Stromkunden bleibt zu hoffen, dass an dem Vorwurf der Einflussnahme durch die Politik nichts dran ist. Schließlich sind die hohen Strompreise für die meisten Verbraucher ohnehin schon eine große Belastung – niemand möchte dann auch noch eine teure Imagepflege für die nächste Wahl mitbezahlen.

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