strom.preisvergleich.de

Wechselstudie: Wie viel spart der Stromanbieterwechsel?

(Bild) StromanbieterwechselFür 2014 haben bereits mehr als 60 Versorger angekündigt, Strompreis zu erhöhen. Stiftung Warentest hat angesichts der wachsenden Belastung für Verbraucher geprüft, wie viel Geld sich durch einen Anbieterwechsel einsparen lässt.

Wie hoch das Einsparungspotenzial eines jeden Haushaltes ist, hängt davon ab, wie sparsam bereits gelebt wird. Ein durchschnittlicher Stromverbrauch für einen deutschen Musterhaushalt, der nachfolgend als Berechnungsgrundlage dienen soll, liegt bei etwa 5.500 Kilowattstunden im Jahr. Haushalte, die diesen Energiebedarf aufweisen, zahlen ab 2014 gut 60 Euro mehr für ihren Strom, können im Gegenzug aber auch mehrere hundert Euro sparen, wie eine Studie von Stiftung Warentest zeigt.

Einsparungspotenzial für Strom bei über 300 Euro

Je nachdem, welche Versorger vor Ort zur Verfügung stehen, kann der Strompreis um bis zu über 300 Euro gedrückt werden, ohne das daraus Nachteile entstehen. In Essen beträgt die durch einen Anbieterwechsel mögliche Einsparung sogar bei 321,- Euro jährlich. In Frankfurt sind bei 5.500 Kilowattstunden gut 280,- Euro machbar und in Leipzig bis zu 223,-.

Grundversorgung oft hochpreisiger als private Anbieter

Gerade für Kunden, die ihren Strom von einem Grundversorger beziehen, können sich auf spürbare Erleichterungen der Haushaltskasse freuen. Wie der Stromvergleich zeigte, sind die meist städtischen Stromversorger im Tarif der Grundversorgung deutlich teurer, als gleichwertige Angebote privater Firmen. Zudem bieten diese alternativen Stromanbieter meist bessere Rahmenbedingungen, wie etwa eine kürzere Kündigungsfrist oder nachträgliche Rabattstufen auf Kundentreue. Dass Kunden, die bereits aus der Grundversorgung wechselten, ebenfalls deutlich Geld sparen können, ist aber nicht ausgeschlossen.

Einsparungspotenzial zwischen alternativen Stromanbietern

Die Preisspanne zwischen den alternativen Stromanbietern bewegt sich in Essen beispielsweise bei 170,-, in Frankfurt sogar bei 190,- Euro. Angesichts dessen, dass bislang erst rund 17 Prozent der Deutschen diese Möglichkeiten ausgeschöpft haben, kann der Strompreis sogar langfristig sinken, wenn der Wettbewerb am Markt stärker ausgenutzt werden würde.

Maßnahmen zum Stromsparen

Neben dem Wechsel des Stromanbieters zeigte die Studie auch auf, wie hoch die Stromkosten anteilig je Elektrogerät sind. Demnach lassen sich fast 75 Prozent der Ausgaben einsparen, wenn statt eines PC mit LCD Monitor ein Notebook verwendet wird, sofern es täglich mehrere Stunden in Betrieb ist. Der Betrieb des PC Monitors kostet etwa 40,- Euro, der LCD Monitor hingegen nur 11,- Euro jährlich. Deutlich ist auch der Kostenunterschied beim Wäschewaschen: Statt mit 60 Grad, häufiger nur mit 40 Grad zu waschen, senkt die Stromkosten um beinah 40 Prozent. Das Kurzprogramm des Geschirrspülers, welches bei normalem Verschmutzungsgrad eine gleichwertige Arbeit zum Vollprogramm leistet, spart ebenfalls deutlich. Im Test wurde eine Einsparung von 31 Prozent erzielt.