Stromversorger
Energieversorgungsunternehmen oder Stromversorger erzeugen Strom und verteilen ihn an die Haushalte. In Deutschland gibt es vier große Unternehmen, die das Stromnetz bereitstellen. Das ist erstens E.ON im Nordwesten, in der Mitte und im Südosten Deutschlands. Für den Südwesten ist EnBW zuständig. RWE stellt das Netz in großen Teilen Westdeutschlands, und Ost- und Mitteldeuschland versorgt der Stromversorger Vattenfall Europe.
Stromversorgung
Neben diesen vier großen Netzbetreibern gibt es jedoch eine Vielzahl an Unternehmen, die zwar kein Stromnetz besitzen, dieses aber von den genannten Firmen anmieten. Seit der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998 haben sich etliche Stromversorger am Markt etabliert und sorgen für einen gesunden Wettbewerb. Stromkunden haben grundsätzlich die Wahl, von welchem Stromversorger sie beliefert werden wollen - und können ganz einfach und sicher den Stromanbieter wechseln, um einen günstigeren Tarif zu erhalten. So genannte Billigstromanbieter zeichnen sich durch besonders günstige Strompreise aus.
Einige Stromversorger haben sich aber auch auf Ökostrom spezialisiert. Sie wollen einen aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten und die Entwicklung von erneuerbaren Energien vorantreiben. Die Stromversorger sind dazu verpflichtet, transparent zu machen, welchen Strommix sie anbieten. Im Durchschnitt wird der Strom in Deutschland zu 24,3% aus Atomenergie, zu 60,7% aus fossilen Brennstoffen und zu 15% aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraftwerken oder Biogasanlagen gewonnen. Um neue Kunden zu gewinnen, haben viele Stromanbieter Prämien oder einen besonderen Neukundenbonus im Programm. Flexible Tarife, die sich den besonderen Lebensumständen von Singles oder Großfamilien anpassen, sollen kostengünstigen Strom für jedermann möglich machen. Doch so günstig sich ein Stromanbieter-Wechsel auch auf die Jahresrechnung auswirkt: Im Haushalt selbst aktiv Strom zu sparen, senkt Ihre Stromrechnung am meisten.