Solarstrom
Wie unterscheidet sich Ökostrom eigentlich von ganz normalem Strom? Ökostrom ist weder grün, noch lässt er sich sonst von herkömmlich produziertem Strom unterscheiden. Die Energie, die aus der Steckdose kommt, ist immer die gleiche.
Wer sich für Ökostrom entscheidet, nimmt aber Einfluss darauf, wie viel Strom auf ökologische Art und Weise erzeugt und in das Stromnetz eingespeist wird. Denn Ökostrom ist Strom, der zu 100% aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde.
Sonnenenergie
Zur Zeit werden in Deutschland etwa 12% des gesamtem Stroms aus regenerativen Quellen hergestellt. Ökostromanbieter setzen sich für den Bau von umweltfreundlichen Kraftwerken ein und wollen den Anteil an erneuerbaren Energien an unserem Strommix dauerhaft erhöhen. Seit 1998 die Naturstrom AG, der erste Ökostromanbieter in Deutschland, gegründet wurde, haben viele Stromanbieter nachgezogen. Heute ist LichtBlick mit knapp 400.000 Kunden der größte Ökostromanbieter in Deutschland. Aber auch die großen Stromkonzerne bieten neben konventionell erzeugtem Strom Ökotarife an.
Wie wichtig die Investition in regenerative Energien ist, wird bei einem Blick in die Zukunft deutlich. Die Energierohstoffe wie Braun- und Steinkohle, Erdöl und Erdgas sind begrenzt, doch die Weltbevölkerung wird bis zum Jahr 2030 auf mehr als 8 Milliarden anwachsen und ihren Energiebedarf dabei verdoppeln. Die Wahl von Ökostrom hilft dabei, Treibhausgase zu reduzieren und die Klimabelastung einzudämmen. Zu den erneuerbaren Energien zählen zum Beispiel Windkraft, Wasserkraft und Sonnenlicht. Die auf die Erde einstrahlende Sonnenenergie würde theoretisch ausreichen, um das zehnfache des Strombedarfs aller Menschen zu decken. Die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie geschieht mit Hilfe von Solarzellen. Der Prozess wird Photovoltaik genannt.
Um ins Stromnetz eingespeist werden zu können, muss die durch Sonnenlicht erzeugte Gleichspannung allerdings zunächst in Wechselspannung umgewandelt werden. Im Jahr 2006 lag der Anteil des Stroms aus Sonnenenergie nur bei 0,3 Prozent. Doch diese Art der Stromerzeugung hat viel mehr Potential. Im Gegensatz zu den fossilen Rohstoffen ist Sonnenenergie unbegrenzt verfügbar und setzt keine Schadstoffe frei. Allerdings ist ihre Verfügbarkeit tages- und jahreszeitabhängig. Zu guter Letzt ist die Gewinnung von Strom aus Solarenergie auch verhältnismäßig teuer. Während Strom aus Windkraft etwa 6 bis 8 Cent pro Kiowattstunde kostet, liegt Strom aus Solarenergie bei 40 bis 50 Cent.