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Stromfresser

Am Ende wundert man sich doch immer, wer so viel Strom verbraucht haben soll. Die Stromrechnung in der Hand belegt es dennoch. Im eigenen Haushalt gibt es viele heimliche Stromfresser, die nur entdeckt werden wollen.

Große Stromfresser sind Geräte, die sich im Stand-By-Betrieb befinden und jederzeit mit einem Knopf wieder eingeschaltet werden können. Diese Bereitschaft kostet Strom und Geld. Zwei große Kraftwerke braucht es, um den Strombedarf für Stand-By-Geräte in Deutschland zu decken. So verbraucht ein Fernseher in diesem Zustand immer noch 0,007 Kilowattstunden pro Stunde, ein Computer 0,040 Kilowattstunden und ein Laserdrucker 0,070 Kilowattstunden. In einem Haushalt mit Fernseher, Radio, DVD-Spieler, elektrischem Wecker, Netzteilen zum Akku-Aufladen und anderen Elektrogeräten können die Verluste durch Stand-By-Betrieb bis zu 500 Kilowattstunden im Jahr betragen. Das ist etwa dreimal so viel wie ein energiesparender Kühlschrank im Jahr benötigt. Das kann die Stromrechnung um 75 Euro steigern.

Aber nicht bei allen Elektrogeräten verrät ein kleines Lämpchen, dass sich das Gerät im Stand-By befindet. Wenn man einen Aus-Schalter nur sanft betätigt, ist das meistens ein Hinweis, dass das Gerät dadurch nicht vom Stromnetz getrennt wird und somit weiterhin Strom verbraucht. Ein Computermonitor ist so ein heimlicher Stromfresser. Er verbraucht doppelt so viel Strom wie ein Rechner an sich. Um ihn auszuschalten, muss man meist einen Knopf an der Vorder- und nicht an der Netzseite sanft drücken.

Auch Netzgeräte sind gemeine Stromfresser. Sie laden zum Beispiel Handy-Akkus auf. Wenn sie nach dem Aufladen in der Steckdose verbleiben, fressen Netzgeräte weiter Strom. Auch wenn das Handy schon längst abgezogen ist. Nicht immer ist ein Netzteil einfach so zu erkennen. Oft sind sie versteckt und im Gerät integriert, wie zum Beispiel bei Hallogen-Schreibtischlampen.

Ob ein Gerät Strom verbraucht, kann man einfach ermitteln. Durch Anfassen der Geräte kann man testen, ob sie warm werden. Dabei gilt: Handwarm entspricht etwa fünf Watt. Bei vielen Energielieferanten, Stadtwerken und Verbraucherschutzzentralen können auch Strommessgeräte ausgeliehen werden. Wie kann man gegen heimliche Stromfresser vorgehen? Wem Stecker ziehen nach dem Gebrauch zu anstrengend ist, kann eine Steckerleiste mit Kippschalter zum Ein- und Ausschalten verwenden. Dadurch werden die Elektrogeräte sicher vom Stromnetz getrennt und können leicht wieder eingeschalten werden.

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